Öffnungszeiten Bürgerbüro

Grabenstraße 2 / 69502 Hemsbach

Montag & MittwochDienstagDonnerstagFreitag
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13.00 - 15.30 Uhr
07.30 - 12.00 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr
07.00 - 12.00 Uhr

Besuche des Bürgerbüros sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Die Terminvergabe erfolgt telefonisch unter (06201) 707-92, -93, -94, -96 oder online Termin vereinbaren

Öffnungszeiten Rathaus

Schlossgasse 41 / 69502 Hemsbach

Montag bis FreitagDienstagDonnerstag
08.30 - 12.00 Uhr 14.00 - 15.30 Uhr 14.00 - 18.00 Uhr

Die Öffnungszeiten der Galerie im Schloss sind identisch mit denen des Rathauses.

Kontakt

Telefon: (06201) 707-0
E-Mail: post@hemsbach.de

Klimaschutz

Zum neunten Mal in Folge findet die Kampagne STADTRADELN, gefördert durch die RADKULTUR Baden-Württemberg, im Rhein-Neckar-Kreis statt und lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder der Kommunalparlamente ein, in die Pedale zu treten und möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Alle radbegeisterten Einwohnerinnen und Einwohner können insgesamt 21 Tage lang Radkilometer für ihre Heimatkommune sowie den Landkreis sammeln.

Die offizielle Eröffnung der diesjährigen Kampagnenwochen findet im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Mobilitätswoche des Mobilitätspakts Wiesloch-Walldorf am Sonntag, den 14. Juni statt. Der Startschuss fällt um 13 Uhr auf dem Adenauerplatz in Wiesloch mit Landrat Manuel Just sowie weiteren Vertretern der Stadt Wiesloch und des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder der Kommunalparlamente sind herzlich dazu eingeladen, die Eröffnung des STADTRADELN 2026 sowie das geplante Rahmenprogramm der Mobilitätswoche zu besuchen.

„Ein Blick auf das erfolgreiche Kampagnenjahr 2025 mit mehr als 10.500 Teilnehmenden zeigt, wie erfolgreich das STADTRADELN bereits ist: In den drei Aktionswochen konnten mehr als 2,2 Millionen Radkilometer für unseren Landkreis gesammelt werden. In diesem Jahr sind 53 kreisangehörige Kommunen angemeldet. Das unterstreicht den hohen Stellenwert, den sich die Kampagne über die letzten Jahre erarbeitet hat“, so Landrat Manuel Just.

Auch in diesem Jahr bietet die KLIMA ARENA in Sinsheim eine besondere Aktion. Alle teilnehmenden Radlerinnen und Radler, die im Aktionszeitraum vom 14. Juni bis zum 4. Juli 2026 die KLIMA ARENA besuchen, erhalten nach Anreise mit dem Fahrrad und bei Vorzeigen der STADTRADELN-App freien Eintritt in die Ausstellung und den Themenpark.

„Machen Sie auch dieses Mal wieder gerne mit und unterstützen Sie aktiv die Kampagne STADTRADELN 2026 in unserem schönen Rhein-Neckar-Kreis. Haben Sie Spaß, wir freuen uns über jeden geradelten Kilometer“, so Ricardo Beringer von der Stabsstelle Nachhaltige Mobilität. Mit der kostenfreien STADTRADELN-App kann die geradelte Strecke bequem über GPS ganz unkompliziert getrackt und gutgeschrieben werden.

Anmeldungen zum STADTRADELN 2026 sind online unter www.stadtradeln.de/rhein-neckar-kreis möglich.

Auch Hemsbach ist wieder mit dabei. Eine Anmeldung als aktive Radlerin oder aktiver Radler in einem Hemsbacher Team ist möglich unter www.stadtradeln.de/hemsbach.

Zum Thema Wärmedämmung kursieren leider viele irreführende Argumente. Das ist höchst bedauerlich, denn nicht nur das behagliche Raumklima, ein deutlich geringerer Energieverbrauch und die Aufwertung des Gebäudes sprechen dafür. Es gibt auch beachtliche Fördergelder.

Viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer scheuen sich davor, die Hülle ihres Hauses auf den neuesten energetischen Stand zu bringen. Wer jedoch die Fassade und das Dach dämmen lässt, wird es nicht bereuen. Bis zu 80 Prozent Heizenergie weniger können es später sein. Außerdem steigt der Behaglichkeitsfaktor immens, denn Dächer, Wände und Kellerdecken mit warmer Oberflächentemperatur fühlen sich einfach besser an. Nicht zuletzt steigt der Wert des Hauses, wenn es auf dem neuesten energetischen Stand ist.

Wer Dämmstoff hört, denkt meist an Polystyrol. Weniger bekannt, doch in der Dämmwirkung nahezu ebenso effizient sind zahlreiche Naturdämmstoffe. Sie sind unproblematisch in der Bearbeitung und der Entsorgung, und vermindern zuverlässig Schimmel und Bauschäden – und sie wachsen nach. Beispiele sind Hanf, Zellulose, Seegras, Holzweichfaser oder Schafwolle. Weitere Alternativen für Dämmung sind Mineralwolle, Mineralschaum, Schaumglas oder Blähton. Welcher Dämmstoff für Fassade, Dach oder oberste Geschossdecke sowie die Kellerdecke nach unten in Frage kommt, wird individuell entschieden. Übrigens bedeutet Wärmedämmung auch Schutz gegen Wärme von außen: Ein gut gedämmtes Haus hält im Sommer die Hitze besser ab.

Wichtig ist, das Haus als Ganzes zu betrachten. Denn Gebäude aus den 60ern, 70ern oder 80ern haben viele Schwachstellen. Nur ein von Fachleuten erstellter Sanierungsfahrplan, der neben der Gebäudehülle auch die Heizungsanlage, die Stromversorgung und die Fenster sowie ein Lüftungskonzept einbezieht, erfasst alle relevanten „Baustellen“.

Weiterführende Links:

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

  • Themen bezogene Broschüren auch zum Download

www.verbraucherzentrale-rlp.de/energie-beratung-rlp/kostenlose-downloads-rund-um-das-thema-energie-18005

Weitere Informationen über Energienutzung, Wärmeschutz oder Fördermöglichkeiten gibt es bei Ihrem KLiBA-Energieberater, Herrn Jürgen Jordan  –  für Sie kostenlos und unverbindlich.

Interessierte können online unter www.kliba-heidelberg.de/terminbuchung.php oder unter der Telefonnummer (06221) 99875-0 (KLiBA) einen Termin vereinbaren für die nächste Beratung im Rathaus Hemsbach, alle zwei Wochen donnerstags, zwischen 16 und 18 Uhr. Die nächste Beratung findet statt am 18. Juni und 2. Juli.

Dieser Service ist eine kostenfreie Leistung der Kommune!

Foto (Gülay Keskin): Eine ordentliche Wärmedämmung fördert ein behagliches Raumklima, wertet das Gebäude auf und senkt den Energieverbrauch.

Das Kreisforstamt bietet im Rahmen seines Jahresprogramms „Ab in den Wald“ im Juni neun interessante Veranstaltungen an. Die Mitarbeitenden des Kreisforstamtes möchten dabei gerne mit allen am Wald Interessierten ins Gespräch kommen. Die Führungen können nach dem Interesse der Teilnehmenden mitgestaltet werden und leben von den mitgebrachten Fragen. Die Veranstaltungen finden ausschließlich im Freien, auch abseits befestigter Wege, sowie bei schlechtem Wetter statt. Daher werden festes Schuhwerk und angepasste Kleidung empfohlen. Nur bei Sturm, Gewitter oder Krankheit erfolgt eine kurzfristige Absage.

Eine Übersicht aller Termine ist im Internet unter www.rhein-neckar-kreis.de/abindenwald zu finden. Dort stehen auch alle wichtigen Informationen wie Anfahrtswege, Treffpunkte, Dauer der Veranstaltungen und maximale Teilnehmerzahlen. Alle Angebote sind kostenfrei. Für einige Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich; entsprechende Hinweise sowie den Anmeldelink sind bei den jeweiligen Veranstaltungen vermerkt.

Im Juni werden folgende Termine angeboten:

Dienstag, 2. Juni, 17 bis 19.30 Uhr: Achtsam in der Natur – Der Wald mit allen Sinnen mit Förster Fabian Ernst (mit Anmeldung)

Den Wald bewusst mit allen Sinnen entdecken und wahrnehmen. Das sorgt nachweislich für eine Stressreduktion und stärkt unser Immunsystem. Förster und Waldpädagoge Fabian Ernst lädt zu einer achtsamen Naturerfahrung ein. Die Veranstaltung ist für Interessierte ab 16 Jahren geeignet. Jeder ist willkommen. Treffpunkt: Waldparkplatz Sommerhälde, Wichtelpfad Sinsheim, 74889 Sinsheim.

Anmeldung: https://pretix.eu/KFRNK/llh7v/

Mittwoch, 3. Juni, 15 bis 17 Uhr: Wer wohnt im Dämmelwald? – Wildtiere entdecken mit Förster Samuel Ziegler (mit Anmeldung)

Im Wieslocher Dämmelwald ist tierisch was los. Die Teilnehmenden erfahren bei einer spannenden Führung, wer hier lebt und was die wilden Waldbewohner besonders macht. Die Führung richtet sich an Familien mit Kindern ab zwei Jahren.

Treffpunkt: Fußballplatz am Dämmelwald, Parkstraße Wiesloch (Ende am Waldspielplatz an der Waldstraße), 69168 Wiesloch.

Anmeldung: https://pretix.eu/KFRNK/fkxvy/

Mittwoch, 3. Juni, 18.30 bis 20 Uhr: Welche Bäume wachsen im Lobbacher Gemeindewald? Mit Försterin Nina Stadtmüller

Zusammen mit der Försterin werden bei einem Spaziergang durch den Wald die verschiedenen Baumarten im Gemeindewald bestimmt. Dabei erfahren alle Teilnehmenden unter anderem, warum Buche nicht gleich Buche ist, wie man Fichte und Tanne unterscheiden kann und welcher Baum nach Zitrone riecht.

Treffpunkt: Sportplatz Waldwimmersbach, 74931 Lobbach

Mittwoch, 10. Juni, 16.30 bis 20 Uhr: Escape Room Wald mit den Förstern Samuel Ziegler und Fabian Ernst (mit Anmeldung)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Vierer-Gruppen mit verbundenen Augen im Wald ausgesetzt und sollen mit vorgegebenen Hilfsmitteln wieder aus dem Wald finden. Eine Anmeldung in Vierer-Gruppen wird empfohlen; es können aber auch Gruppen vor Ort gefunden werden. Die Veranstaltung ist ab einem Alter von 12 Jahren geeignet. Robuste Kleidung, festes Schuhwerk sowie eine gute Grundkondition sind zwingend erforderlich. Treffpunkt: Am Weißen Stein 1, 69221 Dossenheim, Anmeldung: https://pretix.eu/KFRNK/7lzys/.

Freitag, 19. Juni, 15.30 bis 17.30 Uhr: Der „Hirschkopf“ – das Tor zum Odenwald mit Förster Christopher Schierk

Der „Hirschkopf“ markiert als einer der nördlichsten Distrikte des Weinheimer Stadtwaldes den Übergang von der Bergstraße in den Odenwald. Zahlreiche Aussichtspunkte und wunderschöne Wanderwege entlang abwechslungsreicher Mischwälder machen ihn zu einem besonderen Ort für Spaziergänger, Wanderer und Co. Wie hat sich der Hirschkopf in den letzten Jahrzehnten entwickelt und welche Rolle hat die Waldbewirtschaftung dabei gespielt? Wie macht sich der Klimawandel hier bemerkbar? Diese und weitere Fragen werden bei einem Spaziergang am „Hirschkopf“ anschaulich beleuchtet und diskutiert. Treffpunkt: Parkplatz Nächstenbach, 69469 Weinheim

Samstag, 20. Juni, 15 bis 17.30 Uhr: Welche Bäume wachsen im Schönbrunner Gemeindewald? Mit Försterin Nina Stadtmüller

Zusammen mit der Försterin werden bei einem Spaziergang durch den Wald die verschiedenen Baumarten im Gemeindewald bestimmt. Dabei erfahren alle Teilnehmenden unter anderem, warum Buche nicht gleich Buche ist, wie man Fichte und Tanne unterscheiden kann und welcher Baum nach Zitrone riecht.

Treffpunkt: Schönbrunn Parkplatz „am Höchsten“ (in Verlängerung der Hainbuchenstraße), 69436 Schönbrunn.

Freitag, 26. Juni, 15.30 bis 17.30 Uhr: Ameise bis Zunderschwamm – Artenvielfalt im Wald mit Förster Christopher Schierk

Das komplexe Ökosystem Wald besteht aus einer unglaublichen Anzahl verschiedenster Tier- und Pflanzenarten. Durch seine besondere Baumartenvielfalt bietet der Hemsbacher Wald vielen von ihnen einen einzigartigen Lebensraum. Doch was genau beeinflusst die Artenvielfalt und welche Rolle spielt dabei die Waldbewirtschaftung? Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf einzelne Arten und den Wald als Ganzes? Diese und weitere Fragen werden bei einem Spaziergang durch den Hemsbacher Wald anschaulich beleuchtet und diskutiert. Treffpunkt: Parkplatz Schaumesklingel, 69502 Hemsbach.

Freitag, 26. Juni, 16 bis 18 Uhr: Wo Neues Wurzeln schlägt – viele Wege führen zu einer neuen Waldgeneration mit Försterin Ulrike Riedl

Auf der Wanderung durch den Distrikt Bangels im Gemeindewald Schönbrunn begegnen den Teilnehmenden viele verschiedene Waldbilder. Sie zeigen anschaulich, auf welch unterschiedliche Art sich der Wald verjüngen kann. Wie wird aus einem alten Wald ein neuer? Und wie soll der Wald in Zukunft aussehen? Antworten gibt es bei dieser Wanderung mit Försterin Ulrike Riedl. Treffpunkt: Parkplatz an der K 4108 Schwanheim Richtung Allemühl, 69436 Schönbrunn.

Samstag, 27. Juni, 10 bis 13 Uhr: Waldpflege hautnah mit Förster Christoph Kappes (mit Anmeldung)

Während des Weges von der Totenweghütte zum Einsatzort werden grundlegende Informationen zum Wald vermittelt. Thematisiert werden unter anderem der Aufbau eines gesunden Waldbestands, Ziele der nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie die Entwicklung des Waldes im Laufe der Zeit. Dabei besteht Gelegenheit zum Austausch und zu Gesprächen rund um Wald und Forstwirtschaft. Im Anschluss erfolgt ein praktischer Teil in einem jungen Douglasienmischbestand. Dort wird die Astung als wichtige Maßnahme zur Erziehung von Zukunftsbäumen erläutert. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, diese Maßnahme unter Anleitung selbst auszuprobieren und die Bedeutung für die spätere Holzqualität kennenzulernen.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Jungbestandspflege, einen zentralen Arbeitsschritt zur Entwicklung stabiler, artenreicher und klimaresilienter Wälder. Vor Ort wird gezeigt, wie durch gezielte Förderung einzelner Bäume Konkurrenzsituationen reguliert und Mischbaumarten begünstigt werden können. Gemeinsam wird besprochen, welche Bäume gefördert werden sollen und aus welchen Gründen. Eine aktive Beteiligung der Teilnehmenden ist möglich und ausdrücklich erwünscht. Bitte arbeitstaugliche Kleidung sowie Arbeitshandschuhe mitbringen. Treffpunkt: Wasserhäuschen an der L 600 zwischen Gaiberg und Bammental, 69245 Bammental.

Anmeldung: https://pretix.eu/KFRNK/krnrh/

Hemsbach erweitert sein Mobilitätsangebot: Ab sofort steht am Bahnhof das erste Carsharing-Fahrzeug von stadtmobil Rhein-Neckar bereit. Realisiert wurde das Projekt in Kooperation mit der Stadtverwaltung Hemsbach sowie den Stadtwerken Weinheim.

Modern und klimafreundlich

Mit dem neuen Angebot erhalten Bürgerinnen und Bürger Zugang zu einem modernen und klimafreundlichen Mobilitätskonzept. Zum Start steht ein elektrisch betriebener Opel Corsa zur Verfügung. Die Ladeinfrastruktur an der Station wird von den Stadtwerken Weinheim betrieben. An den installierten Doppelladesäulen ist jeweils ein Ladepunkt für die öffentliche Nutzung sowie ein exklusiver Stell- und Ladeplatz für das Carsharing-Fahrzeug vorgesehen.

„Mit dem neuen Carsharing-Angebot schaffen wir eine attraktive Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsmix in Hemsbach“, erklärt Bürgermeister Jürgen Kirchner. „Gerade die direkte Lage am Bahnhof macht das Angebot besonders interessant – sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für Bürgerinnen und Bürger, die bewusst auf ein eigenes Fahrzeug verzichten möchten.“

Das Projekt bedeutet ebenso einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung. „Carsharing ist ein wichtiger Baustein moderner Mobilitätskonzepte“, betont Christopher Wetzel. „Durch die gemeinsame Umsetzung mit stadtmobil und den Stadtwerken Weinheim konnten wir ein Angebot schaffen, das Klimaschutz, effiziente Flächennutzung und flexible Mobilität sinnvoll miteinander verbindet.“

Viele Vorteile für Kunden

Projektmanager Till Schneyder von stadtmobil zeigt sich ebenfalls überzeugt vom Potenzial des neuen Standorts: „Wir freuen uns darüber, den hiesigen Kundinnen und Kunden endlich ein Auto vor Ort anbieten zu können und glauben, dass damit zügig weitere Interessenten gewonnen werden. Das neue Fahrzeug ist ein zusätzliches klimafreundliches Mobilitätsangebot in Hemsbach.“

Carsharing gilt insbesondere für Menschen als attraktiv, die weniger als 12.000 Kilometer pro Jahr fahren. Nutzerinnen und Nutzer profitieren davon, dass Kosten und Aufwand für Versicherung, Wartung, Reparaturen oder TÜV entfallen – diese alltäglichen „Zeitfresser“ erledigt stadtmobil. Gleichzeitig steht statt eines einzelnen Autos ein kompletter Fuhrpark zur Verfügung – vom Kleinwagen bis zum Transporter.

Darüber hinaus leistet Carsharing einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung und zum Klimaschutz. Studien zufolge kann ein Carsharing-Fahrzeug bis zu 16 private Pkw ersetzen. Dadurch werden Stellflächen frei, die anderweitig genutzt werden können. Gleichzeitig reduzieren sich der Verkehr sowie die Belastung durch Lärm und Emissionen. Wer Carsharing in Anspruch nimmt, spart also Geld und Zeit und hilft außerdem mit, Freiflächen zu schaffen und Lärm, Gestank und Abgase zu reduzieren.

stadtmobil Rhein-Neckar ist derzeit in 38 Kommunen der Metropolregion aktiv und bietet rund 17.000 Kundinnen und Kunden Zugriff auf mehr als 800 Fahrzeuge an über 350 Stationen. Bundesweit können Kundinnen und Kunden sogar auf rund 10.000 Fahrzeuge bei stadtmobil und Partnerunternehmen zugreifen.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.stadtmobil.de.

Bis zu 20 % des Stroms fließt in einem deutschen Haushalt in Kühl- und Gefriergeräte. Wie viel Energie tatsächlich verbraucht wird, hängt von der Wärme ab, die ins Innere des Gerätes gelangt, und dann unter Energieverbrauch wieder nach außen transportiert werden muss. Sie können aber viel dafür tun, dass der Stromverbrauch Ihrer Kühlgeräte nicht unnötig in die Höhe klettert:

Kühlschrank bewusst nutzen! Jedes Mal, wenn man in den Kühlschrank langt, geht etwas Energie verloren. Je länger man zum Suchen braucht, desto mehr Energie wird verschwendet. Ordnung im Kühlschrank spart also bares Geld. Ihr Kühlschrank sollte regelmäßig abgetaut werden, denn eine dicke Eisschicht, besonders im Gefrierfach, kostet unnötig Energie. Spätestens wenn sich eine zentimeterdicke Schicht gebildet hat, ist es Zeit, abzutauen.

Die richtige Temperatur macht’s! Auch im Sommer gilt: 7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefriergerät sind völlig ausreichend. Wer stärker kühlt, wirft Geld zum Fenster hinaus und belastet die Umwelt mit überflüssigen CO2-Emissionen. Lassen Sie erhitzte Lebensmittel erst auskühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Decken Sie die Speisen ab, damit die Feuchtigkeit nicht zur Reifebildung führt.

Dichtungen wechseln: Wenn sich in Ihrem Kühlschrank Schwitzwasser bildet, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass die Tür nicht richtig schließt. Überprüfen Sie dann die Dichtungen. Bei älteren Geräten reicht es oft, wenn Sie die Gummidichtung der Tür säubern und entfetten, damit sie wieder gut schließt. Sollte das nicht reichen, können Sie die Gummidichtungen beim Fachhändler separat nachkaufen und austauschen.

Besser weniger Kühlgeräte: Es ist sinnvoller weniger, aber dafür gut gefüllte Geräte zu betreiben, als mehrere Geräte mit nur wenigen Speisen in Betrieb zu haben. Kühlgeräte, die nur selten genutzt werden, sollte nur bei Bedarf eingeschaltet werden. Ob Kühlgefrierkombination oder Kühl- und Gefrierschrank bzw. -truhe hängt von individuellen Nutzungsgewohnheiten und Standort ab.

Kühle Standorte: Grundsätzlich sollten Sie alle Kühlgeräte möglichst an schattigen Plätzen unterbringen, denn durch direkte Sonneneinstrahlung muss erheblich mehr Energie aufgebracht werden, um die Kühltemperatur im Inneren des Gerätes zu halten. Wenn möglich, sollte man auch den Kühlschrank nicht direkt neben Herd oder Spülmaschine aufstellen, da er dann zum Kühlen mehr Energie benötigt. Bauen Sie Kühl- u. Gefriergeräte nicht ein. Einbaugeräte benötigen wegen des Hitzestaus mehr Energie. Einmal im Jahr sollten Sie den Kühlschrank auch von der Rückseite inspizieren. Nur wenn die Kühlschlangen (-gitter) staub- und fusselfrei sind, ist eine optimale Wärmeabgabe möglich. Zur Reinigung eignet sich der Staubsauger mit dem Bürstenaufsatz.

Weitere Informationen über Energienutzung, Wärmeschutz oder Fördermöglichkeiten gibt es bei Ihrem KLiBA-Energieberater, Herrn Jürgen Jordan  –  für Sie kostenlos und unverbindlich.

Interessierte können online unter www.kliba-heidelberg.de/terminbuchung.php oder unter der Telefonnummer 06221 99875-0 (KLiBA) einen Termin vereinbaren für die nächste Beratung im Rathaus Hemsbach, alle zwei Wochen donnerstags, zwischen 16 und 18 Uhr. Die nächsten Beratungen finden statt am 21. Mai und 18. Juni.

Dieser Service ist eine kostenfreie Leistung der Kommune!

Auf den Sattel, fertig, los: Am Sonntag, den 14. Juni, startet das diesjährige STADTRADELN! Auch Hemsbach ist wieder mit dabei, also: Rauf aufs Rad und drei Wochen lang Kilometer sammeln. Eine Anmeldung als aktive Radlerin oder aktiver Radler in einem Team ist ab sofort online möglich unter www.stadtradeln.de/hemsbach.

Die Radkampagne STADTRADELN findet in diesem Jahr vom 14. Juni bis 4. Juli statt, und zwar wie immer im gesamten Rhein-Neckar-Kreis. Sie steht im Zeichen des Klimaschutzes, der Gesundheit sowie der Radverkehrsförderung. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Stadt- und Gemeinderäte sind eingeladen, in die Pedale zu treten und ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität zu setzen. Es gilt, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen und dabei Kilometer für die Kommunen sowie den Landkreis zu sammeln.

Die Erfassung der geradelten Kilometerstände ist über die STADTRADELN-Webseite oder mit der kostenfreien STADTRADELN-App, mit der Teilnehmende die geradelten Strecken bequem über GPS tracken und so ihrem Team sowie ihrer Kommune gutschreiben können, möglich.

2025: 60 Mal den Äquator umrundet

Beim STADTRADELN 2025 haben fast 11.000 Radlerinnen und Radler aus dem Rhein-Neckar-Kreis 2,35 Millionen Kilometer zurückgelegt. Damit haben die Teilnehmenden rund 60 Mal den Äquator umrundet und konnten nahezu 400 Tonnen CO2 vermeiden.

Darum geht‘s

Beim STADTRADELN geht es vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Doch wohlgemerkt: Wer Fahrrad fährt, tut auch etwas für seine Fitness und Gesundheit. Zudem macht es großen Spaß und bringt Menschen zusammen, vor allem, wenn man im Team radelt.

In den beteiligten Städten und Gemeinden können die Bürgerinnen und Bürger ihre gefahrenen Kilometer der eigenen Kommune zuschreiben lassen und so zeigen, dass ihr Wohn- oder Arbeitsort in Sachen Radfahren ganz vorne mit dabei ist. Mitmachen können alle Personen, die in Hemsbach wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören sowie Mitglieder des Gemeinderats.

Info: STADTRADELN 2026 in Hemsbach vom 14. Juni bis 4. Juli. Alle Informationen zur Registrierung, Ergebnisse und vieles mehr gibt es unter www.stadtradeln.de/hemsbach. Jede und jeder kann ein STADTRADELN-Team gründen bzw. einem beitreten, um teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen.

Die EnBW hat wieder 100 ihrer Klima- und Energieboxen verlost. Unter den diesjährigen Gewinnern ist auch der evangelische Waldkindergarten in Hemsbach. Entsprechend groß war dort die Freude. Davon konnten sich Bürgermeister Jürgen Kirchner und Kommunalberater Alexander Fucker von der EnBW-Tochtergesellschaft Netze BW überzeugen. Sie waren dabei, als die Kiste voller interessanter Materialien und Experimente bei der engagierten Einrichtungsleiterin Birgit Kadel und den Kindern ankam.

Bürgermeister Jürgen Kirchner ist beeindruckt: „Diese Klima- und EnergieBoxen sind ein tolles Angebot der EnBW. Ich freue mich für die Kinder. Hier bekommen sie eine gute Chance, sich mit einprägsamen Experimenten an die so wichtigen Themen Klimawandel und Energie heranzutasten.“

Das sieht auch Elternbeiratsvorsitzende Christine Loosmann so: „Für Naturwissenschaften und Technik sind nicht alle Kinder gleich empfänglich. Wenn es uns aber gelingt, Begeisterung dafür zu entfachen, eröffnet das dem einen oder der anderen einen Zugang dazu. Die Klima- und Energiebox kann uns dabei sicher eine wertvolle Unterstützung sein. Deswegen haben wir uns auch gleich um eine beworben, als wir von der Verlosungsaktion der EnBW hörten. Jetzt sind wir gespannt, wie die Versuche bei unseren Kindern ankommen.“  

„Als Energieunternehmen in Baden-Württemberg haben wir großes Interesse, das Umwelt- und Energiebewusstsein der Kleinsten zu schulen. Dabei steht das spielerische Lernen im Vordergrund. Ziel ist es, dass die Kinder bereits früh naturwissenschaftliche Zusammenhänge erlernen und ein Bewusstsein für das Phänomen Klimawandel und Energie erlangen“, erklärt Kommunalberater Alexander Fucker.

Die Klima- und Energiebox der EnBW enthält 27 spannende Versuche und die dafür benötigten Materialien. Junge Entdecker*innen ab fünf Jahren können unter Anleitung in Partner- oder Gruppenarbeit experimentieren. Die Versuche knüpfen an die Erlebniswelt der Kinder an und bereiten die Themen kindgerecht auf. Bei der Durchführung der Experimente unterstützen Pädagogen-Versuchskarten mit Anleitungen, Erklärungen und Hintergrundwissen. Die Kinder-Versuchskarten leiten die kleinen Forscher*innen mit Bildern und einfachen Hinweisen zum Vorlesen schrittweise durch die einzelnen Versuche. Begleitend können auch Erläuterungsvideos eingesetzt werden.

Die EnBW hat die Experimente-Kiste gemeinsam mit dem renommierten Hagemann Bildungsmedien Lehrmittelverlag zusammengestellt, der seit fast 90 Jahren im Kindergarten- und Schulbuchbereich tätig ist. Der Verlag hat für eine Vielzahl bekannter Verbände und Ministerien Unterrichtsmaterialien erstellt, zum Beispiel für das Umweltministerium Baden-Württemberg, und für viele seiner Konzeptionen Preise und Auszeichnungen erhalten.

Pro Kalenderjahr verlost die EnBW 4 x 25 Klima- und EnergieBoxen für Kindertagesstätten oder Grundschulen in Baden-Württemberg. Alle Einrichtungen, die bei der Ziehung keinen Zuschlag erhalten haben, sind automatisch bei den weiteren Verlosungen im folgenden Jahr dabei. 

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen unter:
www.enbw.com/klima-energie-box

Mit 24 Teilnehmern war der erste „Stammtisch“ des Vereins Blühende Bergstraße im Rathaus der Stadt Hemsbach sehr gut besucht. Der Abend begann um 18:30 Uhr. Drei Stunden später war die Zeit vergangen wie im Flug. Auch danach gingen die Gespräche noch in kleinen Gruppen weiter, bis dann mal (versehentlich) das Licht ausgeschaltet wurde und das Signal zum Heimweg gegeben war. Das Ziel, das Netzwerk der Akteure weiter zu spinnen, war damit schon mal erreicht.

Im Laufe des Abends folgten interessante Themen Schlag auf Schlag. Zunächst stellte Thomas Jungbluth von den Naturfreunden Schriesheim anschaulich vor, was das Abschneiden von früh blühenden Salweiden für die Insektenwelt und letztlich die gesamte Nahrungskette bis zu Vögeln bedeutet. So wurden in einer einzigen blühenden Salweide 500 Honigbienen und 150 Wildbienen an einem Tag und 120 Nachtschmetterlinge in einer Nacht gezählt. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, den Rückschnitt jeweils nur für einen Teil des Bestands vorzunehmen.

Als Nächstes bot Antje Beckmann, Umweltbeauftragte der Stadt Weinheim, die Möglichkeit für Besitzer von Grundstücken mit Obstbäumen an, sich einem von der Stadt initiierten Sammelantrag für Fördermittel des Landes zur Obstbaumpflege anzuschließen. Für nähere Auskünfte wird um Kontaktaufnahme unter Tel. (0 62 01) 82 333 gebeten.

Dann kam die Gruppe auf die Notwendigkeit zu sprechen, manche für den Naturschutz wichtigen Bereiche der Dringlichkeit halber mit ehrenamtlicher Hilfe zu pflegen, obwohl eigentlich die Grundstückseigentümer zur Pflege verpflichtet sind. Für solche Ansätze bietet der Verein Blühende Bergstraße seine Unterstützung an. Es schloss sich eine vielseitige Diskussion rund um die Verpflichtung der Eigentümer zur Grundstückspflege, aber auch um die Vermüllung der Landschaft an, die in manchen Bereichen erschreckende Ausmaße angenommen hat und nicht selten auch giftige Stoffe einschließt.

Für die Pflege von kleinen Grundstücken hat Beate Weis, Mitglied des Vorstands des Vereins Blühende Bergstraße, die Initiative ergriffen und eine kleine Herde von Zwergschafen aufgebaut, die an Grundstücksbesitzer „ausgeliehen“ werden können. Mit dieser Projektidee der „Goldenen Mäulchen vom Blütenweg“ soll nicht zuletzt auch Familien mit Kindern die Möglichkeit zu Erlebnissen im Kontakt mit den Weidetieren gegeben werden. Dass die jüngere Generation und somit auch deren Kinder kaum noch einen Bezug zu Grundstücken im Vorgebirge und ein Gefühl für deren Wert und landschaftsgerechte Nutzung haben, war letztlich der Auslöser für diese Projektidee, die von der Metropolregion im Rahmen des Wettbewerbs „Landschaft in Bewegung“ im vergangenen November ausgezeichnet wurde.

Im nächsten Punkt berichtete Bernhard Ullrich, Projektmanager der Blühenden Bergstraße und Geschäftsführer des gleichnamigen Vereins, dass Weinbausachverständige davon ausgehen, dass in den kommenden fünf Jahren etwa die Hälfte der Weinbaufläche aus der Nutzung fallen dürfte. Diese großflächige Freisetzung von Flächen durch den Rückzug des Weinbaus wirft die Frage auf, wie diese Flächen offengehalten werden können, um die charakteristischen Wesenszüge der Blühenden Bergstraße zu erhalten – und dies bei knappen Kassen und massivem Rückgang der Fördermittel. Angesichts dieser Entwicklungen werden zurzeit alternative Denkmodelle einer Beweidung großer zusammenhängender Flächen in Teilen des Projektgebiets auf Machbarkeit geprüft, da die Größe von Weideflächen, aber auch die Organisation des Weidebetriebs auf diesen Flächen ganz entscheidend für die Finanzierbarkeit sind. Auch hierzu entspann sich eine rege Diskussion, in der Chancen, Hindernisse, Aspekte der Umsetzung und Alternativen beleuchtet wurden. Über die weitere Entwicklung wird im nächsten Stammtisch im Herbst berichtet.

Abschließend wurden die Teilnehmer noch darum gebeten, die Augen nach Götterbäumen in der Landschaft offenzuhalten und dem Verein Blühende Bergstraße zu melden. Diese expansive, nicht heimische Baumart breitet sich in jüngerer Zeit auch in Folge des Klimawandels rasant aus und ist in der Lage, schnell unduldsame Bestände zu bilden und heimische Arten zu verdrängen. Hierzu will der Verein zusammen mit den Projektgemeinden der Blühenden Bergstraße einen Informationsflyer auflegen.

Alle Teilnehmer wollen miteinander weiter in Kontakt bleiben und haben sich für die Einladung zum nächsten Stammtisch im Herbst vorgemerkt. Die Runde ist für alle Interessierten offen. Interessenten können sich gerne jederzeit beim Verein für die Zusendung einer Einladung vormerken.

Informationen zum Projekt und Verein „Blühende Bergstraße“:
Bernhard Ullrich, Tel. (06201) 2 59 58 90; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; Internet: www.bluehende-bergstrasse.de.

Beiligende Fotos zur Auswahl:

Foto 1: Blühende Salweide – auch bei Nacht Anziehungspunkt für blütenbesuchende Insekten

Foto 2: Die Kätzcheneule – Salweidenkätzchen sind bevorzugte Nahrungsquelle dieses Nachtfalters

Quelle: Thomas Jungbluth, Schrieshei

Den Drahtesel schon klargemacht? Zeit wird's, denn nicht nur, dass sonnige Frühlingstage ins Freie locken: Am Sonntag, 14. Juni, startet das STADTRADELN in Hemsbach! Dann heißt es wieder: Rauf aufs Rad für ein besseres Klima und drei Wochen lang bis 4. Juli Kilometer sammeln. Eine Anmeldung als aktive Radlerin oder aktiver Radler in einem Team ist ab sofort online möglich unter www.stadtradeln.de/hemsbach.

CO2 vermeiden

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr – und sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Beim STADTRADELN geht es vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Aber wohlgemerkt: Wer Fahrrad fährt, tut auch etwas für seine Fitness und Gesundheit. Zudem macht es großen Spaß und bringt Menschen zusammen, vor allem, wenn man im Team radelt.

Kilometer für Hemsbach sammeln

Bereits seit 2018 beteiligt sich der Rhein-Neckar-Kreis mit seinen Kommunen im Zeichen des Klimaschutzes erfolgreich an der internationalen Radkampagne STADTRADELN des Klima-Bündnisses. Jetzt heißt es, vom 14. Juni bis 14. Juli erneut für ein besseres Klima in die Pedale zu treten. Ziel der Aktion ist es, innerhalb von drei Wochen möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei Kilometer zu sammeln.

In den beteiligten Städten und Gemeinden können die Bürgerinnen und Bürger ihre gefahrenen Kilometer der eigenen Kommune zuschreiben lassen und so zeigen, dass ihr Wohn- oder Arbeitsort in Sachen Radfahren ganz vorne mit dabei ist. Mitmachen können alle Personen, die in Hemsbach wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören sowie Mitglieder des Gemeinderats.

Info: STADTRADELN 2026 in Hemsbach vom 14. Juni bis 4. Juli. Alle Informationen zur Registrierung, Ergebnisse und vieles mehr gibt es unter www.stadtradeln.de/hemsbach. Jede und jeder kann ein STADTRADELN-Team gründen bzw. einem beitreten, um teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen.

Der Bärlauch sprießt, die letzten kühlen Tage ziehen an uns vorbei. Der Frühling ist endlich da, und mit ihm verbunden die Verantwortung für die Wälder, in denen so gerne Erholung gesucht wird. Doch Vorsicht: Schon ein kleiner Funke aus Zigarettenglut oder die Hitze einer Auspuffanlage kann auf trockenem Laub oder Gras im Frühjahr von einem kokelnden Bodenfeuer zu einem flächigen Waldbrand anwachsen. Das Kreisforstamt informiert deshalb über die Gefahren und Regeln, die beim Waldspaziergang einzuhalten sind, um der Waldbrandgefahr vorzubeugen.

Vom 1. März bis zum 31. Oktober gelten in den Wäldern besondere Regelungen zum Schutz des Waldes und der Natur vor Bränden. In diesem Zeitraum besteht laut Landeswaldgesetz grundsätzlich ein Rauchverbot im Wald sowie im Umkreis von 100 Metern zum Wald. Offenes Feuer ist ausschließlich auf offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen beziehungsweise Grillplätzen erlaubt und muss dauerhaft beaufsichtigt werden. Beim Verlassen einer Feuerstelle ist sicherzustellen, dass das Feuer vollständig gelöscht ist und keine Glutreste zurückbleiben. Ebenso wichtig ist es, Waldwege und Zufahrten stets freizuhalten. Sie müssen als Rettungswege jederzeit für Einsatzfahrzeuge zugänglich sein. Fahrzeuge sollten ausschließlich auf dafür vorgesehenen, befestigten Parkplätzen abgestellt werden.

Wer verdächtigen Rauch im Wald bemerkt, sollte umgehend den Feuerwehr-Notruf 112 informieren. Informationen zum Waldbrand-Gefahrenindex können jederzeit auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abgerufen werden: https://www.wettergefahren.de/warnungen/indizes/waldbrand.html

Das Kreisforstamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um einen rücksichtsvollen Umgang mit Feuer im Wald. So kann der Frühling in der Natur verantwortungsvoll genossen werden.

Kalte Füße gehören im Erdgeschoss eines älteren Hauses mit nicht beheiztem Keller oft dazu. Abhilfe schafft die Dämmung der Kellerdecke, die auch nachträglich angebracht werden kann. Sie verbessert den Wohnkomfort und ist eine schnelle und preisgünstige Energiesparmaßnahme. „Ist die Decke eines unbeheizten Kellers nicht gedämmt, gibt das Erdgeschoss permanent Wärme über den Fußboden ab. Das zeigt sich dann an erhöhten Heizkosten und kalten Füßen im Erdgeschoss“ erklärt Uwe Jung, Energieberater der KLiBA. „Dabei ist die Dämmung der Kellerdecke eine der wirtschaftlichsten Energiesparmaßnahmen. Je nach Gebäude können die Bewohner insgesamt rund fünf bis sieben Prozent Energie sparen.“

Dennoch dämmen viele Hausbesitzende die Kellerdecke nicht. Die Kellerdeckendämmung ist nicht wie die Dämmung der obersten Geschossdecke gesetzlich vorgeschrieben. Aber wer die Kellerdecke eines Wohngebäudes freiwillig dämmt, kann damit den Wohnkomfort erheblich steigern.

Zudem kann die Dämmmaßnahme das in Baden-Württemberg gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) teilweise erfüllen. Das Gesetz verpflichtet Verbraucher, beim Heizungswechsel mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien zu verwenden. Alternativ können Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle angerechnet werden, z. B. die Dämmung der Kellerdecke. Um einen guten Dämmstandard zu erreichen, sollte das Material eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. So kann auch eine geringere Dämmstärke gewählt werden, denn gerade in Kellerräumen ist oftmals die Stehhöhe begrenzt. Hausbesitzende können auch einen Bundeszuschuss in Höhe zwischen 15 von 20 Prozent der Investitionskosten beantragen.

Zu den Details der Kellerdämmung berät die KLiBA anbieterunabhängig und individuell. 

Weitere Informationen über Energienutzung, Wärmeschutz oder Fördermöglichkeiten gibt es bei Ihrem KLiBA-Energieberater, Herrn Jürgen Jordan  –  für Sie kostenlos und unverbindlich.

Interessierte können online unter www.kliba-heidelberg.de/terminbuchung.php oder unter der Telefonnummer 06221 99875-0 (KLiBA) einen Termin vereinbaren für die nächste Beratung im Rathaus Hemsbach, alle zwei Wochen donnerstags, zwischen 16 und 18 Uhr. Die nächsten Termine: 12. März und 26. März.

Dieser Service ist eine kostenfreie Leistung der Kommune!

Foto (Gülay Keskin): Architekt und Energieberater Bernd Nowoczyn hat sein Haus - Alt und Neubau - in einer "Gebäudehülle" energetisch umfassend modernisiert, inklusive Gewölbekeller mit den 10 cm starken Mineralfaserplatten.

Heidelberg, 4. Februar 2026. Beim Photovoltaik-Zubau im Jahr 2025 hat der Landkreis Heilbronn mit 182 Megawatt (MW) neu installierter Leistung die Nase vorn und ist damit der erfolgreichste Landkreis in Baden-Württemberg. Es folgen der Landkreis Biberach mit 148 MW und der Neckar-Odenwald-Kreis mit 88 MW. Doch während der Rhein-Neckar-Kreis im Landesvergleich der 44 Stadt- und Landkreise mit 81 MW neu installierter Leistung auf Platz fünf landet, bleibt er bei der Anzahl der PV-Dachanlagen unangefochtener Spitzenreiter. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Photovoltaik-Liga, auf die das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar und die KLiBA, Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis hinweisen.

Die Rangliste der Photovoltaik-Liga wurde von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) und dem Solar-Cluster Baden-Württemberg erstellt. Als Datengrundlage dienten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur sowie Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

PV-Zubau auf Gebäuden Rhein-Neckar-Kreis vorne

Bei den Photovoltaik-Gebäudeanlagen führt der Rhein-Neckar-Kreis mit 68 MW neu installierter Leistung, dicht gefolgt vom Landkreis Karlsruhe mit 67 MW und dem Ortenaukreis mit 66 MW. Der Ostalbkreis (54 MW) und der Landkreis Heilbronn (53 MW) belegen die Plätze vier und fünf. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 132.000 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.060 MW errichtet – das zweitbeste Jahr bislang beim Photovoltaik-Zubau.

Freiflächenanlagen und Balkonsolar: Starke Zunahme

Die Spitzenplätze beim Gesamtzubau verdanken die Landkreise Heilbronn (128 MW) und Biberach (101 MW) vor allem großen neuen Solarparks. Auch im Neckar-Odenwald-Kreis (63 MW) spielte die Freiflächen-Photovoltaik eine entscheidende Rolle. Im Fall Rhein-Neckar-Kreis und im Ostalbkreis war dagegen der Zubau auf Gebäuden höher als bei Freiflächenanlagen.

Ein besonderer Trend sind Balkonsolaranlagen, auch Steckersolaranlagen genannt: Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 2025 insgesamt 3.134 dieser Mini-PV-Anlagen mit einer Leistung von 3,7 MW installiert – das entspricht 4,6 Prozent des gesamten Zubaus im Landkreis. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, da nicht alle Anlagen angemeldet werden.

Praxisbeispiel: Familie Neumann

Ein gelungenes Beispiel für die private Nutzung von Photovoltaik ist die Anlage der Familie Neumann in Sandhausen. Ergänzend zu einer bereits vorhandenen PV-Anlage wurde eine weitere auf dem Nord-Dach mit einer Neigung von 29 Grad installiert. Beide Anlagen zusammen erzeugen jährlich circa 13.200 Kilowattstunden und versorgen fast das gesamte Haus mit Solarstrom – inklusive zwei Luft-Luft-Wärmepumpen, einer Brauchwasserwärmepumpe, eines Elektroautos und des normalen Haushaltsstroms.  

Beratung und Unterstützung

Das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar, das bei der KLiBA angesiedelt und vom Umweltministerium Baden-Württemberg finanziell gefördert wird, unterstützt Kommunen in der Region bei der Umsetzung lokaler Photovoltaik-Kampagnen. In Rahmen dieser Kampagnen informieren die Fachleute Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten, den Nutzen und die Kosten der Solarstromerzeugung.

Das Photovoltaik-Team der KLiBA, Silvia Böse und Dominik Kolmann, steht Ihnen gerne beratend zur Seite! E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Fon 06221 99875-36/ -17.

Alle Ergebnisse sind auf der Website des Photovoltaik-Netzwerks Baden-Württemberg zu finden: www.photovoltaik-bw.de/themen/photovoltaik-liga. Die monatlich aktualisierten Photovoltaik-Ausbau-Daten der Landkreise sind vollständig im Photovoltaik-Dashboard der LUBW abgebildet.

Über das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg

Das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg soll den Solarstromausbau im Südwesten vorantreiben. In den zwölf Regionen des Landes richten sich regionale Netzwerke an Kommunen, Unternehmen, Landwirtinnen und Landwirte, Umweltschutzverbände, Bürgerinnen und Bürger und weitere Institutionen. Mit Beratung, Informations- und Fachveranstaltungen, Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie Öffentlichkeitsarbeit sollen die Vorteile der Nutzung von Solaranlagen gezeigt werden.

Landesweit koordiniert wird das Netzwerk von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und dem Solar Cluster Baden-Württemberg. Die zwölf regionalen Netzwerke werden von Akteuren vor Ort organisiert, insbesondere von Energie- und Klimaschutzagenturen. Das Photovoltaik-Netzwerk BW wird gefördert vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Regionale Ansprechpersonen stehen unter: www.photovoltaik-bw.de

 

Bild (Neumann): Beispiel einer Kleinstanlage: PV-Anlage der Familie Neumann in Sandhausen 5,98 kWp, 13 Module – installiert am 23.10.2025. Laut Markstammdatenregister hatten 2025 rund 88 Prozent aller im Rhein-Neckar-Kreis installierten PV-Anlagen eine Leistung unter 15 kWp.

Unter dem Motto „Ab in den Wald“ lädt das Kreisforstamt Rhein-Neckar-Kreis auch im Jahr 2026 herzlich dazu ein, den Wald aus neuen Perspektiven zu entdecken. Das abwechslungsreiche Jahresprogramm bietet zahlreiche Veranstaltungen für Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber aller Altersgruppen: von spannenden Naturerlebnistagen über faszinierende Nachtwanderungen bis hin zu thematischen Waldführungen und Mitmachaktionen für Groß und Klein.

Zu den Angeboten zählen unter anderem Besuche auf den Naturparkmärkten in Neckargemünd und Mauer, eine Müllsammelaktion sowie die Möglichkeit, den Wald als Escape Room kennenzulernen. Ergänzt wird das Programm durch Veranstaltungen im bewährten Format „Frag den Förster“. Dabei stellen Revierleiterinnen und Revierleiter den Wald vor der eigenen Haustür vor und beantworten Fragen der Teilnehmenden rund um das Ökosystem Wald und die Forstwirtschaft. „Wir arbeiten gerne im und mit dem Wald – für uns ist er mehr als nur ein Arbeitsplatz. Diese Begeisterung möchten wir weitergeben und den Menschen gleichzeitig zeigen, was eine nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft ausmacht“, erklärt Anna Haas, Leiterin des Referats Wald und Gesellschaft im Kreisforstamt.

Den Auftakt des Jahresprogramms gestalten Förster und Holzverkäufer Thilo Kessler gemeinsam mit Försterin Ulrike Riedl vom Kreisforstamt. Am Samstag, 21. Februar, geben sie ab 11 Uhr auf dem Lagerplatz für die wertvollsten Stämme der Region in Eberbach am „Festplatz In der Au“ Einblicke in das Thema Holzsubmission. Dabei erklären sie, was eine Submission ist, warum die dort gelagerten Hölzer besonders begehrt sind und welche Produkte daraus entstehen. Am Freitag, 27. Februar gibt ab 15 Uhr Förster und Forstbezirksleiter Philipp Schweigler einen Einblick in die Entwicklung der Wälder von St. Leon-Rot und Wiesloch in den vergangenen Jahren und wagt einen Blick in die Zukunft. Thematisiert werden mögliche Veränderungen durch den Klimawandel sowie die Handlungsmöglichkeiten der Forstleute, um den Wald klimafit zu gestalten. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Straße „Im Unteren Wald“ in St. Leon-Rot, vor dem Rewe-Logistiklager.

Eine Übersicht aller Termine ist im Internet unter www.rhein-neckar-kreis.de/abindenwald zu finden. Dort stehen auch alle wichtigen Informationen wie Anfahrtswege, Treffpunkte, Dauer der Veranstaltungen und maximale Teilnehmerzahlen. Alle Angebote sind kostenfrei. Für einige Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich; entsprechende Hinweise sind bei den jeweiligen Veranstaltungen vermerkt.

Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis: Beliebt sind die Veranstaltungen „Frag den Förster“, die das Kreisforstamt regelmäßig anbietet.

Unsere Städte und Gemeinden stehen vor einem Wandel: Heiße Sommer, versiegelte Flächen und wenig Grün prägen vielerorts das Ortsbild. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Orten, die Abkühlung, Natur und Lebensqualität bieten. Genau hier setzt die Gebäudebegrünung an. Sie hilft, ökologische Defizite auszugleichen, verbessert das lokale Klima und macht urbane Räume wieder spürbar lebenswerter.

Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die Verdunstung. Pflanzen geben Wasser an ihre Umgebung ab und sorgen so für natürliche Kühlung – ein sanfter, aber wirkungsvoller Beitrag zur Hitzevorsorge in unseren Gemeinden. Dachbegrünungen eröffnen vielfältige Möglichkeiten: Von extensiven, pflegeleichten Aufbauten mit widerstandsfähigen Pflanzen bis hin zu unterschiedlichen Vegetationsformen mit hohem ökologischem Nutzen. In Kombination mit Photovoltaik entfalten extensive Dachbegrünungen ein zusätzliches Potenzial, indem sie Solaranlagen kühlen, deren Effizienz steigern und gleichzeitig wertvolle Grünflächen schaffen.

Am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr bietet sich im Festsaal der Sonnbergschule in Laudenbach, Schillerstraße 6, für alle Interessierten mit der Veranstaltung „Lebenswerte Oasen“ die Möglichkeit, diese positiven Ansätze kennenzulernen. Sie macht Mut, zeigt Chancen auf und inspiriert dazu, unsere Heimat Schritt für Schritt grüner, kühler und freundlicher zu gestalten. Thomas Kolb wird mit seinen über 35 Jahren Berufserfahrung im Bereich Garten-/Landschaftsbau und Dachbegrünung alle Möglichkeiten erläutern und Fragen zum Thema gerne beantworten. Der BUND Hemsbach/Laudenbach und das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Laudenbach laden gemeinsam zum Vortragsabend ein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit dem Aufbau von drei sogenannten Schwalbentürmen setzt die Stadt Hemsbach ein starkes Zeichen für den Artenschutz. Die neuen Nisthilfen sollen Mehlschwalben und Mauerseglern im Siedlungsbereich wieder bessere Brutbedingungen bieten – denn geeignete Nistplätze werden für die Tiere zunehmend rar.

„Gerade Mehlschwalben leiden stark unter modernen Fassadengestaltungen, Sanierungen und dem Mangel an geeigneten Lehmstellen für den Nestbau“, erklärt Matthias Kadel vom Fachbereich Planung und Technik der Stadt Hemsbach. „Die Schwalbentürme schaffen hier gezielt Abhilfe.“ Zusätzlich bieten sie die Möglichkeit, Fledermauskästen zu integrieren und so weiteren geschützten Arten Lebensraum zu geben.

Zwei Türme wurden am Rande des Sportplatzes nahe dem sogenannten „Baumviertel“ errichtet, ein dritter im Baumviertel selbst. Die Standortwahl erfolgte in enger Abstimmung mit dem BUND Hemsbach/Laudenbach, der zuvor vorhandene Mehlschwalbennester kartiert hatte. Diese fachliche Begleitung erhöht die Chancen, dass die neuen Nisthilfen auch tatsächlich angenommen werden.

Die Maßnahme gewinnt zusätzliche Bedeutung vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Region: Nach der kurzfristigen Sprengung des Kühlturms im nahegelegenen Biblis verloren rund 800 Mehlschwalben schlagartig ihren Brutplatz. Die dort als Ausgleich errichteten Schwalbentürme wurden bislang kaum angenommen – umso wichtiger sind funktionierende Alternativen in der Umgebung.

Finanziell wurde das Projekt durch die Stiftung Naturschutzfonds unterstützt, die 70 Prozent der Kosten übernahm. Der städtische Eigenanteil beträgt rund 10.000 Euro.

Neben ihrem Wert für die Biodiversität leisten Mehlschwalben und Mauersegler auch einen ganz praktischen Beitrag: Als unermüdliche Insektenjäger reduzieren sie große Mengen fliegender Insekten, darunter auch Stechmücken wie die Asiatische Tigermücke. Die neuen Schwalbentürme kommen damit nicht nur der Natur zugute, sondern steigern auch die Lebensqualität vor Ort.

Die Stadt Hemsbach geht beim kommunalen Klimaschutz konsequent voran und modernisiert ihre gesamte Straßenbeleuchtung in drei großen Bauabschnitten. Mit dem flächendeckenden Austausch aller veralteten Natriumdampfleuchten durch moderne LED-Technik setzt die Kommune ein starkes Signal für Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und eine verantwortungsbewusste Stadtentwicklung.

Der erste Bauabschnitt ist bereits erfolgreich auf den Weg gebracht: Die Lieferung von 302 neuen LED-Leuchten übernimmt die Firma SITECO aus Traunreuth, installiert werden die Leuchtenköpfe durch das Unternehmen Mark Grzegorasczuk Elektrotechnik. Rund 152.000 Euro investiert Hemsbach in diese erste Etappe – eine Investition, die sich schnell auszahlen wird. Denn allein dieser Bauabschnitt ermöglicht eine jährliche Stromersparnis von rund 86.000 kWh und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen.

Hemsbach übernimmt Verantwortung – nicht nur für heute, sondern für die nächsten Generationen. Mit der LED-Umrüstung zeigen wir, dass kommunaler Klimaschutz konkret, finanzierbar und wirksam ist“, betont Bürgermeister Jürgen Kirchner.

Bereits jetzt richtet die Stadt den Blick auf die kommenden Schritte: Im Jahr 2026 sollen im zweiten Bauabschnitt weitere 500 Leuchten modernisiert werden. Hierfür läuft bereits ein Förderantrag, der im April 2024 gestellt wurde. Auch im dritten Bauabschnitt ist der Austausch von weiteren 500 Leuchten vorgesehen. Beide Maßnahmen werden über Programme der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) unterstützt.

Dank dieser Fördermittel kann Hemsbach seine Modernisierung der Straßenbeleuchtung wirtschaftlich, zukunftsorientiert und in großem Tempo vorantreiben. Damit stärkt die Stadt mit einem weiteren großen Schritt ihre Klimabilanz.

Am Anfang war das Rebhuhn – und ein Anfang ist gemacht, dass es westlich der Autobahn bald wieder zahlreich brüten wird: Dort nämlich hat die Stadt Hemsbach im Zuge einer Neuverpachtung ihrer städtischen Äcker insgesamt 5 Hektar – das entspricht 4,3 Prozent – in Biotopflächen umgewandelt und damit Rebhuhn und Co. im wahrsten Wortsinn der Boden bereitet. Sozusagen als „Endprodukt dieser Biotopverbundplanung“, wie Christopher Wetzel es ausdrückte, wurde jetzt eine Geo-Naturpark-Tafel eingeweiht, welche den Werdegang dieses Gebiets zur Förderung des Rebhuhns und der Offenlandbrüter erklärt. Neben dem Leiter des Fachbereichs Planung und Technik waren Geopark-Projektleiterin Petra Habeck und Matthias Kadel von der Stadtverwaltung zugegen, als die stellvertretende Geopark-Geschäftsführerin Larissa Arras gemeinsam mit Hemsbachs Bürgermeister Jürgen Kirchner die Tafel enthüllte.

Vom Aussterben bedroht

Offenlandbrüter – auch Bodenbrüter genannt – sind Vögel, die, wie der Name schon sagt, ihre Nester auf dem Erdboden bauen, und das gut getarnt. Zu dieser Vogelart zählen beispielsweise zahlreiche Hühnervögel wie eben das Rebhuhn, viele Regenpfeiferartige, auch als Limikolen oder Watvögel bezeichnet, wie der Kiebitz, sowie manche Singvögel wie die Feldlerche. Gerade das Rebhuhn war in der früheren Kulturlandschaft mit Büschen, Stauden, Ackerrainen, Graswegen und Brachflächen ein häufig vorkommender Vogel. Heute ist es, wie viele Bodenbrüter, vom Aussterben bedroht: Vor allem eine zunehmend intensivierte Landwirtschaft, aber auch Bauvorhaben machen ihnen den Lebensraum streitig. Nicht zu vergessen sind unvorsichtige Zweibeiner – erst recht mit Hund, und der nicht immer an der Leine –, die dem gefiederten Nachwuchs ebenfalls gefährlich werden können, wenn sie achtlos über Wiesen laufen und dabei das Brutgeschäft stören.

Allein deshalb ist der Standort der Geopark-Tafel außerhalb der eigentlichen Biotopverbundsflächen gut gewählt, denn Bodenbrüter mögen’s ruhig und ungestört. Das war wohl auch der Grund, weshalb die Untere Naturschutzbehörde den Standort empfohlen hatte. Weiterer Pluspunkt: Die Tafel steht direkt am stark frequentierten Rad- und Fußweg neben der L 3110 und weckt an dieser Stelle großes Interesse, denn „sie eröffnet einen anderen Blick auf die Welt, in der man lebt“, so Bürgermeister Jürgen Kirchner.

Von der „Ladenburger Leppe“…

Zu dieser Welt sollen, so hoffen die Verantwortlichen, nun auch bald wieder stabile Rebhuhnbestände gehören. In drei bis vier Jahren, so Wetzel, werden man ein entsprechendes Monitoring erstellen. Erste Vorkommen jedenfalls habe man bereits gesichtet. Die Arbeit von Jahren scheint sich gelohnt zu haben: Die Stadt Hemsbach bemüht sich nämlich schon seit 2019 um die Förderung der Offenlandbrüter. Eine erste Grünlandfläche entstand damals, nach vielen bürokratischen Hürden, im Gewann „Ladenburger Leppe“. Die Initialzündung kam ursprünglich von der ISEK-Projektgruppe „Landschaft und Vorgebirge“ und mündete in einen Runden Tisch „Allianz für Bodenbrüter“.

Auf dem 1,5 Hektar großen Areal wurden die restlichen noch verbliebenen abgestorbenen Fichten – Reste einer Weihnachtsbaumplantage – gerodet und die Fläche mit standortgerechtem Saatgut eingesät. Eine artenreiche Magerwiese mit Altgrasstreifen bietet seitdem Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren – und ausreichend Nahrungsquellen für Rebhühner. Gepflegt wird die Fläche von einem Laudenbacher Landwirt.

… zum Biotopverbund

An die „Ladenburger Leppe“ grenzen bekanntlich die Lorscher Weschnitzinsel sowie Weinheimer und Viernheimer Grünlandflächen bis hin zum Rebhuhnbestand in Heddesheim. Einen Großteil dieser Flächen zu einem Biotopverbund zu vernetzten, lag demnach im wahrsten Wortsinn nahe. Darüber hinaus liegt in räumlichem Bezug und nur getrennt durch Intensivgrünland im Nordwesten der „Ladenburger Leppe“ die ehemalige BUND-Wiese, die von einem Hemsbacher Landwirt gepflegt wird. Mit den jetzt dazugekommenen 5 Hektar zwischen BAB 5 und Hüttenfeld hat man ein ausgedehntes und zusammenhängendes Ökogebiet mit ausgedehnten Anteilen an Flachland-Mähwiesen und Röhrichten geschaffen – ideale Verhältnisse also für Bodenbrüter und, kleiner Nebeneffekt, ein großes Plus fürs Ökopunktekonto der Stadt.

Alle ziehen an einem Strang

Bemerkenswert ist zudem, dass der Biotopverbund tatsächlich als Gemeinschaftsprojekt gesehen werden kann, auch was dessen Pflege anbelangt. Naturschützer, Landwirte und Jäger ziehen an einem Strang und engagieren sich zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald für eine Verbesserung der Lebensräume des Rebhuhns sowie der Offenlandbrüter insgesamt und damit für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Den Pflegemanagementplan erstellt die Untere Naturschutzbehörde, die Erträge verbleiben bei den Landwirten, die für den Pflegeaufwand auch eine Vergütung erhalten. Neben dem gegenseitigen Dank aller Beteiligten sprachen alle dann auch jenen ein explizites Lob aus. Insbesondere Larissa Arras betonte, wie wichtig das direkte und gemeinsame Engagement vor Ort für die Schaffung von Naturräumen und den Erhalt der Arten sei, habe doch jede „ihre Nische und ihren Nutzen“.

Rund 500 solcher Infotafeln, die sowohl bebildert als auch in englischer Sprache abgefasst sind, gibt es inzwischen im Geo-Naturparkgebiet Bergstraße-Odenwald, das von Aschaffenburg bis Mosbach, von Ludwigshafen bis weit östlich von Buchen reicht. Es ist auch nicht die erste Geopark-Tafel in Hemsbach, weitere stehen beispielsweise im Naturschutzgebiet Rohrwiesen sowie am Wiesensee. Und es soll freilich nicht die letzte in Hemsbach bleiben, erklärt Wetzel: „Wir arbeiten selbstverständlich intensiv weiter in Sachen Naturschutz und Biodiversität.“ Zunächst heißt es jetzt aber erst einmal: Willkommen, Rebhuhn und Co.!

Foto: Christopher Wetzel (Leiter Fachbereich Planung und Technik), Bürgermeister Jürgen Kirchner, Larissa Arras (stellvertretende Geschäftsführerin des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald) und Matthias Kadel (Fachbereich Planung und Technik) neben der neuen Geopark-Tafel "Biotopverbund Bodenbrüter"

Heidelberg, 6. August 2025. Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Baden-Württemberg rund 65.500 Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 988 Megawatt Leistung neu installiert. Auch die Rhein-Neckar-Region zeigt weiterhin starken Ausbau: Sowohl der Rhein-Neckar-Kreis als auch der Neckar-Odenwald-Kreis belegen im Landesvergleich Platz 2 bei den neu errichteten Gebäudeanlagen und Solarparks. Das berichtet anhand der aktuellen Daten das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar und die KLiBA.

Den Landesvergleich haben die KEA, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) und das Solar Cluster Baden-Württemberg erstellt. Die Zahlen stammen von Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ausgewertet. Die vorläufigen Ergebnisse sind im Datendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) einsehbar.

Erfolge im Landkreis

Der Rhein-Neckar-Kreis liegt bei den Gebäude-Solarstromanlagen auf Platz 2 im Land, mit einer installierten Leistung von 31,1 MW. Auch bei den neu errichteten Solarparks belegt der Nachbarlandkreis Neckar-Odenwald ebenfalls Platz 2 der Photovoltaik-Liga mit einem Zubau von 36,6 MW.

In den Kommunen wächst die Nutzung von Solarenergie ebenfalls. Besonders hervorzuheben ist eine große PV-Anlage auf dem Dach der Martinsschule Ladenburg, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum, mit 869 Modulen und einer installierten Leistung von 369,32 Kilowatt-Peak (kWp).

„Der Ausbau der Photovoltaik-Dachanlagen im Rhein-Neckar-Kreis läuft gut, doch bei Freiflächen besteht noch großes Potenzial“, sagt Dr. Keßler, Geschäftsführer der KLiBA. „Laut der Potenzialanalyse des Landkreises könnten entlang der Autobahnen und Schienenwegen von über 2.000 MW an zusätzlicher Stromerzeugung realisiert werden – ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern“, ist Keßler überzeugt.

Die größte Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Ladenburg zeigt, wie gemeinschaftliche Projekte funktionieren: Auf einer 5.000 Quadratmetern großen Brachfläche, die sich auf dem alten ABB-Areal befindet, werden aktuell zwölf Modultische mit insgesamt 760 Modulen mit rund 400 kWp Gesamtleistung errichtet. Die Bürgerinitiative für Photovoltaik in Ladenburg (Bipla) ist zukünftige Betreiberin der Anlage.

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik:

Nach etwa zehn bis zwölf Jahren amortisieren sich die Investitionen in eine PV-Anlage. Das reduziert die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Die Herstellungskosten werden bereits nach rund zwei Jahren durch die Stromerzeugung ausgeglichen. Über die gesamte Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren produzieren die Module das elf- bis 18-fache der für ihre Herstellung aufgewendete Energie.

Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar berät

Das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar wird vom Umweltministerium Baden-Württemberg finanziell gefördert. Die Fachleute der KLiBA, bei der das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar angesiedelt ist, unterstützen die Kommunen in der Region bei der Umsetzung einer lokalen Photovoltaik-Kampagne. In deren Rahmen informieren sie Bürgerinnen und Bürger der Kommune über Möglichkeiten, Nutzen und Kosten der Sonnen-Stromerzeugung.

Das Photovoltaik-Team der KLiBA, Silvia Böse und Dominik Kolmann, steht Ihnen gerne beratend zur Seite! E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Fon 06221 99875-36/ -17.

Informationen zum Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg und allen regionalen Akteuren gibt es unter www.photovoltaik-bw.de .

Rangliste Photovoltaik-Liga zeigt den Ausbau

Die Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg ist eine Rangliste der beim Solarstromausbau erfolgreichsten Landkreise im Südwesten. Die regelmäßig aktualisierte Liste des Photovoltaik-Netzwerks Baden-Württemberg zeigt die neu zugebaute Leistung an Gebäuden und auf Freiflächen in Megawatt. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Photovoltaik-Netzwerk.

Die Zahlen zum Photovoltaikzubau in Baden-Württemberg sind auf der Seite der Photovoltaiknetzwerke dokumentiert: www.photovoltaik-bw.de/themen/photovoltaik-liga. Die monatlich aktualisierten Photovoltaik-Ausbau-Daten der Landkreise sind vollständig im Photovoltaik-Dashboard der LUBW sehen: https://umweltdaten.lubw.baden-wuerttemberg.de/w/m-energie-sonne-dashboard-ausbau.

Zum Foto (Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis): Sonne in der Region stärker nutzen: Die PV-Anlage auf dem Dach der Martinsschule Ladenburg ist bereits seit Januar 2025 in Betrieb. Gebaut und finanziert wurde die Anlage vom Eigenbetrieb Bau, Vermögen und Informationstechnik des Rhein-Neckar-Kreises.

Kommunale Wärmepläne effizient ausarbeiten und Synergien bündeln – das ist das Ziel des Konvois Bergstraße. Bereits im März 2023 – noch bevor das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze zum 01. Januar 2024 in Kraft getreten ist – haben die Städte Schriesheim, Ladenburg und Hemsbach, sowie die Gemeinden Hirschberg an der Bergstraße, Edingen-Neckarhausen, Dossenheim, Laudenbach, Heddesheim und Ilvesheim beschlossen, ihre Kapazitäten zu bündeln und die Wärmewende gemeinsam anzugehen.

Seitdem ist die Planung gut vorangeschritten: Nachdem die Fördermittel von rund 182.500 € vom Land Baden-Württemberg im Juni 2024 freigegeben wurden, veröffentlichte die Stadtverwaltung Schriesheim für den gesamten Konvoi im September 2024 die Ausschreibung für einen Dienstleister, der bei der Erstellung der Wärmeplanung unterstützen soll. Das Verhandlungsverfahren erstreckte sich über den Jahreswechsel und dabei trat das Angebot des Unternehmens Energielenker Projects GmbH unter den vier Bietern hervor.

Die Energielenker Projects GmbH stellte sich und ihre Pläne in der Gemeinderatssitzung am 26. Februar 2025 vor. Das Unternehmen mit Sitz in Langen hat bereits Kommunen wie die Stadt Freiburg oder die Stadt Rastatt zum Thema Energie- und Klimamanagement beraten. Das interdisziplinäre Team der Energielenker bringt Kompetenzen unter anderem aus den Bereichen Stadtplanung, Umwelt- und Ressourcenmanagement sowie Geographie mit. Zur Erstellung der Kommunalen Wärmepläne für den Konvoi Bergstraße hat das Beratungsunternehmen sein Vorhaben in vier Phasen unterteilt: Zu Beginn stehen eine Datenerhebung und eine Bestandsanalyse an. Im nächsten Schritt wird eine Potenzialanalyse durchgeführt, bevor es dann mit der Ermittlung von Zukunftsszenarien sowie der Zonierung und Priorisierung der Eignungsgebiete weitergeht. Anhand dieser Daten werden in der dritten Phase Maßnahmenkataloge formuliert sowie Umsetzungsempfehlungen für Fokusgebiete herausgearbeitet. Das Ergebnis inklusive Umsetzungskonzept wird am Ende im Gemeinderat präsentiert. Während der vier Phasen sehen die Energielenker zwei Vorstellungen in den jeweiligen Gremien innerhalb des Konvois vor, um einen Zwischenstand mitzuteilen. Eine Bürgerinformationsveranstaltung in jeder Kommune ist in dieser Zeit auch geplant.

Für die Ausarbeitung des Kommunalen Wärmeplans entstehen voraussichtlich Kosten von rund 250.000 €. Zieht man die Fördermittel des Landes ab, bleiben Gesamtkosten in Höhe von ca. 67.500 € übrig, die unter Berücksichtigung der jeweiligen Einwohnerzahl auf die Mitgliedskommunen des Konvois verteilt werden. Auf die Stadt Schriesheim entfallen beispielsweise rund 10.000 €.

Hemsbach/Laudenbach/Sulzbach. Die mehr als in die Jahre gekommenen Beleuchtungsanlagen im Bildungszentrum werden ab Ende Januar durch LED-Leuchten mit moderner Steuerungs- und Regeltechnik ersetzt. Die vom Schulverband Nördliche Badische Bergstraße im Jahr 2023 beschlossene und rund 700.000 Euro teure Maßnahme wird von der ZUG – Zukunft, Umwelt, Gesellschaft – im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz mit knapp 162.000 Euro gefördert.

Alte Beleuchtung überlastet Leitungsanlage

„Wir haben im Bildungszentrum eine unzulässige Erwärmung der Leitungsanlage und der Unterverteilungen sowie Blindströme festgestellt“, erklärt die zuständige Rathausmitarbeiterin Christine Hörr vom Fachbereich Planung und Technik. „Als Ursache haben wir eindeutig die alte Beleuchtungsanlage ausgemacht. Die vorhandenen Leuchten sind mit Kondensatoren ausgestattet, die eine maximale Lebensdauer von ca. 20 bis 30 Jahren haben.“ Die defekten Teile auszutauschen, sei nicht möglich, denn: „Es gibt vom Hersteller keine Ersatzteile mehr.“

Um die Überlastung der Leitungsanlage zu reduzieren, hatte die Verwaltung auch die Möglichkeit untersucht, LED-Retrofit-Leuchtmittel einzusetzen. Das sind Lampen, die dafür entwickelt wurden, herkömmliche Leuchtmittel schnell und einfach zu ersetzen. Allerdings sind diese vom Hersteller der Leuchten für diesen Zweck nicht zugelassen. „Die Haftung für den Sach- und Personenschutz läge deshalb beim Schulträger“, erklärt Hörr – ein viel zu großes Risiko.

Bleibt nur Option Nummer drei: die Empfehlung zweier Fachplanungsbüros umzusetzen, nämlich, die alten Leuchten komplett durch LED-Leuchten mit moderner Steuerungs- und Regeltechnik auszutauschen. „Damit würde auch die Beleuchtungsstärke in den Unterrichtsräumen auf den Normwert 500 Lux erhöht, welcher in Anbetracht der zunehmenden Nutzung digitaler Medien erforderlich ist.“

Die neue Beleuchtungsanlage wird mittels Tragprofilen der Decke montiert, ohne in die vorhandene Deckenkonstruktion einzugreifen. Die Verkabelung der Leuchten und Sensoren für Tageslicht- und Präsenzsteuerung erfolgt über Tragprofile. Die bestehende Anlage wird stillgelegt und soweit möglich demontiert. Das Lichtsteuersystem, welches durch automatische Steuerung für optimale Beleuchtungsqualität und -effizienz sorgt, wird zentral im Gebäude angebracht. Was den zeitlichen Rahmen anbelangt, soll die Maßnahme im Jahr 2025 bei laufendem Schulbetrieb umgesetzt werden.

Enorme Strom- und CO2-Einsparungen

Durch den Austausch der Beleuchtungsanlage und den Einsatz moderner Steuerungstechnik ergibt sich eine durchschnittliche Stromeinsparung aller Leuchtensysteme von ca. 75 Prozent sowie eine CO2-Einsparung von 2.063 Tonnen. Die Maßnahme hat sich voraussichtlich innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre amortisiert.

Die Kosten für die Erneuerung der Beleuchtungsanlage belaufen sich auf ca. 700.000 EUR brutto. Für die Maßnahme wurde bei der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes ein Förderantrag gestellt, und das mit Erfolg. Der Austausch der Beleuchtungsanlage wird unter dem Förderkennzeichen 67K23842 mit 25 Prozent der Nettosumme bezuschusst.

Mit den Planungsleistungen wurde das Büro EW Elektroplanung GmbH, Wallstadter Straße 59 aus 68526 Ladenburg beauftragt, das mit brutto 88.579,59 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. Die Arbeiten ausführen wird die Firma Josef Rell Elektro-Anlagen GmbH, Mörlenbach.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die eine Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Link zur Website der Nationalen Klimaschutzinitiative:
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie