Freibad Wiesensee: Am 20. Juli werden Wasserpflanzen gemäht

Dass sich Klimaveränderungen auch negativ auf das ökologische Gleichgewicht von Gewässern auswirken, dürfte unbestritten sein. Inzwischen macht sich das sogar „vor der eigenen Haustür“ im Freibad Wiesensee bemerkbar. In dem 14 Hektar großen See nimmt seit einigen Jahren der Besatz an Wasserpflanzen und Wassergras ungebremst zu. Das ist nicht nur ökologisch bedenklich, sondern kann im Bade- und Schwimmbereich zum Risiko werden und zu gefährlichen Situationen führen.
Die Stadt Hemsbach hat deshalb auch dieses Jahr die Fachfirma Röder Wasserbau beauftragt, die Wasserpflanzen zunächst im Schwimm- und Badebereich und anschließend auf der Westseite des Sees zu mähen. Die Arbeiten werden am Montag, den 20. Juli ausgeführt, wenn kein Badebetrieb stattfindet. Allerdings kann es auf dem Rundweg um den See zu Beeinträchtigungen kommen.
Die betreffenden Wasserpflanzen können aus der Tiefe bis zu sechs Metern hoch an die Wasseroberfläche wachsen. Sie gedeihen allerdings nur in denjenigen Bereichen, wo der Grund des Sees unberührt bleibt.
Bereits in den zurückliegenden Jahren hat die Stadt immer wieder „tabula rasa“ gemacht: Mit drei Spezialbooten der Firma Röder Wasserbau rückte man den Pflanzen auf die Pelle. Es handelt sich um ein Mäh- und zwei Räumboote, die mit GPS ausgestattet sind und satellitenunterstützt arbeiten, was eine effektive Beseitigung der Wasserpflanzen gewährleistet.
Das Mähgut wird dann schnellstmöglich aus dem Badebereich zum Nordufer des Wiesensees transportiert, wo es trocknen kann. Von dort geht es dann zur Kompostieranlage.
Unterstützt wird die Firma Röder von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, so dass die Maßnahmen insgesamt nur einen Tag beanspruchen. Die Arbeiten beginnen bereits in den frühen Morgenstunden.