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  • Heike Pressler

Thomas Pohl offiziell in den Ruhestand verabschiedet: „Halbe Sachen waren nicht dein Ding“

Ein Blech „Riwwelkuche“ nach dem Rezept von Tante Nelly als Abschiedsgeschenk: Thomas Pohl weiß, womit er seinen einstigen Kolleginnen und Kollegen eine Freude machen kann. Nach 43 Dienstjahren im Hemsbacher Rathaus wurde der ehemalige Fachbereichsleiter Bürgerdienste jetzt auch offiziell in den Ruhestand verabschiedet – ein Jahr nach „seiner Inge“, die an dem Backwerk sicherlich nicht ganz unbeteiligt war.

Viele Weggefährten wohnten der kleinen Feier im Rathaus bei, unter ihnen auch Alt-Bürgermeister Volker Pauli, der ebenso wie die zahlreichen Gäste seine wahre Freude an den unnachahmlichen Liedern von Arnim Töpel hatte. Bürgermeister Jürgen Kirchner hatte den Mundartkabarettisten eingeladen, wohl wissend, dass beide Pohls zu den größten Fans des Künstlers gehören.

Der Rathauschef freute sich, nach der Corona-Zwangspause nun endlich die schöne Tradition der feierlichen Verabschiedung und Würdigung der Lebensleistung wiederbeleben zu können und dankte Pohl zunächst für seine Arbeitsmoral und -leistung, „die weit über das Normale hinausging und immer auch geprägt war von großer Leidenschaft.“ Pohl sei ein „Tausendsassa“ gewesen, eine „Institution“: „Ganz oder gar nicht war deine Devise, halbe Sachen nicht dein Ding.“

Basis dafür sei sein „enormes Fachwissen“ gewesen, das Pohl durch Fort- und Weiterbildungen stets ausgebaut habe und zusammen mit seinen persönlichen Eigenschaften den Grundstein zu einer steilen Karriere im Rathaus legte. Der berühmte „eigene Kopf“ trug Pohl allerdings unter Bürgermeister Hans Michel zwei Entlassungen inklusive zweier postwendender Wiedereinstellungen ein, „denn solche Mitarbeiter sind es, die eine Verwaltung, die eine Kommune insgesamt voranbringen, weil sie eigenständig und nicht nur in gängigen Bahnen denken und handeln.“

Kirchner lobte insbesondere Pohls Empathie und Krisenmanagement 2015, als viele Geflüchtete aus anderen Kulturen nach Deutschland und auch nach Hemsbach kamen: „Jeder Einzelne lag dir am Herzen.“ Nicht außen vor blieb natürlich auch ein Blick auf Pohls jahrzehntelanges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Hemsbach.

Eines jedoch wollte der Verwaltungschef nicht ganz glauben – nämlich, dass Pohl, wie dieser selbst sagte, die Arbeit fehlen werde: „Das möchte ich doch etwas bezweifeln angesichts der ausfüllenden Hobbies und Leidenschaften, denen du frönst.“ Denn auch hier gelte: ganz oder gar nicht. Jens Packhäuser bedankte sich im Namen des Personalrats für die stets gute Zusammenarbeit: „Wenn man was wissen wollte, ging man ins Rathaus rein und gleich rechts rum.“

Schließlich zog Thomas Pohl für die Zeiten unter seinen insgesamt drei Dienstherren jeweils kurz und knapp Bilanz: „Hans Michel hat mich eingestellt, ihm verdanke ich, dass ich hier bin. Volker Pauli hat mich am meisten ausgebildet und Jürgen Kirchner mir das meiste Vertrauen entgegengebracht.“ Alles in allem habe ihm die Stadt Hemsbach alles gegeben – „auch meine Frau und meinen Sohn“, fügte er schmunzelnd hinzu. Oder, um mit Arnim Töpel zu sprechen: „Des Glick liegt knapp glei newwa de Kapp.“

Und dann klärte der nach eigenem Bekunden „letzte Aborigine“ und letzte Ratsschreiber Hemsbachs seine ehemaligen Mitstreiterinnen und Mitstreiter endlich noch darüber auf, was es mit der rot-weißen Anstecknadel auf sich hatte, die er stets am Revers trug.

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