Ab 1. September in Hemsbach: „Windelflitzer“ bieten private Kindertagespflege nach dem „TigeR“-Modell

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Hemsbach ist eine familienfreundliche Stadt. Das wurde nicht zuletzt durch die Auszeichnung mit dem Prädikat „Familienbewusste Kommune Plus“ eindrucksvoll bestätigt. Ein Kriterium hierfür ist ein optimal an die Bedürfnisse angepasstes Kinderbetreuungskonzept – zu dem gehört als wichtiger Bestandteil auch die Kindertagespflege. Und die erfährt jetzt Zuwachs: Am 1. September öffnet die private Kindertagespflegeeinrichtung „Windelflitzer“ ihre Pforten in Hemsbach – und zwar im Untergeschoss der Hildastraße 14 in den Räumen der ehemaligen Sozialstation.

„TigeR“-Modell

Die bisher in Hemsbach tätigen Tagespflegepersonen betreuen die Kinder in den eigenen Wohnungen. Das Konzept der „Windelflitzer“ ist etwas anders: Es basiert auf dem sogenannten „TigeR“-Modell. TigeR steht für „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“. Das bedeutet, dass für die Betreuung geeignete Räumlichkeiten angemietet werden. Das Untergeschoss der Hildastraße 14 ist dafür bestens geeignet. Schon die Stadt selbst hatte diese Räumlichkeiten vor einiger Zeit im Blick und prüfen lassen, ob dort die Einrichtung einer Kinderkrippe möglich sei.

Neun Betreuungsplätze

Als die „Windelflitzer“ auf die Stadtverwaltung zukamen, reagierte diese sofort und nahm Kontakt zum Eigentümer der Immobilie, der Familienheim Rhein-Neckar, auf. Die Vermietung gestaltete sich unkompliziert, und so stehen ab 1. September neun weitere Betreuungsplätze für Kinder ab dem 6. Lebensmonat bis zum 3. Geburtstag zur Verfügung. „Aktuell werden in den Krippen Kinder erst ab dem 1. Lebensjahr betreut, und eine Betreuung schon ab 7 Uhr morgens gibt es für Unter-Dreijährige auch noch nicht. Daher stellt das Angebot der ,Windelflitzer‘ eine ideale Ergänzung unseres Betreuungsangebots dar“, erklärt der unter anderem für Kindergärten zuständige Rathausmitarbeiter Tobias Schork.

Diese Form der privaten Kindertagespflege hat zudem den Vorteil, dass die Schließ- und Betreuungszeiten verlässlicher sind, da beispielsweise bei Krankheit eine Vertretung geregelt ist. Auch bringen die „Windelflitzer“ gute Erfahrungen mit: Seit zwei Jahren praktizieren sie dieses Modell sehr erfolgreich in der Nachbarstadt Weinheim; in Hemsbach öffnen sie jetzt ihre zweite Einrichtung – die übrigens demnächst noch um ein attraktives Außengelände bereichert werden soll.