ISEK-Projektgruppe „Landschaft und Vorgebirge“: Ziegen bereiten den Boden für Neubepflanzung an der B3

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Da gibt’s wahrlich nichts zu meckern: Seit vergangenen Freitag grast ein halbes Dutzend Ziegenböcke an der östlichen Hangseite des Vorgebirges an der B3. Noch für die nächsten zwei Wochen werden die Vierbeiner dafür sorgen, dass der Boden dort für eine Neubepflanzung bereitet wird. Und der Truppe schmeckt es sichtlich, zumal der Tisch mit Brombeeren und Brennnesseln reichlich gedeckt ist.

„Engagiert“ wurden die Ziegen von der ISEK-Projektgruppe „Landschaft und Vorgebirge“ unter Federführung von Julia Rehl, bei der im Rathaus die Fäden hinsichtlich des ISEK – die Abkürzung für Integriertes Stadtentwicklungskonzept – zusammenlaufen. Die sechs Tiere sind übrigens eine Leihgabe von Jens Klemm, dem Inhaber des Eiscafés „GEISslein“ in Laudenbach, das für seine Ziegenmilch-Eisspezialitäten weithin bekannt ist.

Die Grundstücke auf der Ostseite der B3 waren alles andere als ein Aushängeschild, bis sich die ohnehin sehr aktiven ISEK-Ehrenamtlichen dessen annahmen: Zunächst wurden in mehreren Arbeitseinsätzen die Flächen geräumt und von wildwachsendem Gestrüpp befreit, dann zum Teil auch schon neu bepflanzt, bevor die Ziegen zu ihrem „Mäheinsatz“ kamen – und die nächsten Tage noch kommen werden. Effektiver geht es kaum, und bis dato haben die Tiere fressend wirklich ganze Arbeit geleistet.

Wenn sie demnächst ihr Werk entlang der B3 verrichtet haben werden, ist man in Hemsbach dem Ziel „Blühende Bergstraße“ wieder ein gutes Stück nähergekommen. Und nicht nur, dass eine natur- und tierfreundliche Ortseingangsgestaltung dem Artenreichtum dienlich ist: Auch den wanderbeschuhten menschlichen Betrachter werden Flora und Fauna erfreuen.

Die Beweidungsaktion an der B3 ist übrigens nicht die erste ihrer Art: Bereits im Sommer 2014 hatte man fünf Klemm’sche Ziegenböcke zwecks Erstbeweidung ins Vorgebirge geschickt – und das mit so großem Erfolg, dass seinerzeit sogar der SWR einen Film über die „Wunderziegen von Hemsbach“ drehte.

Wer sich im Rahmen von ISEK engagieren möchte, ist herzlich eingeladen. In den verschiedenen Projektgruppen gibt es noch einiges zu tun. Informationen gibt es bei der ISEK-Koordinatorin Julia Rehl, Tel. 06201/707-29, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.