Die Hemsbacher Geschichte tabellarisch

795
Ersterwähnung Hemsbachs in einer Grenzbeschreibung der Markt Heppenheim als Hemmingisbach im Lorscher Codex

1264
Ersterwähnung der Hemsbacher Burg anlässlich des Treffens wegen Weinheim zwischen dem Mainzer Erzbischof und dem Kurfürst von der Pfalz in Hemsbach

1476
Erstmals wird das Rathaus in der Bachgasse erwähnt. Ältester Abdruck eines Gemeindesiegels 

1573
Einführung der Reformation in der Kellerei Hemsbach

1621
Spanische Truppen besetzen die Bergstraße. In den Wirren des 30-jährigen Krieges brennt die Kirche nieder

1635
Pest und Hunger wüten im ganzen Land. Kaiserliche Soldaten legen in der Ortschaft mehrere Gebäude in Schutt 

1653
In der Kellerei Hemsbach werden die reformierte und katholische Konfession zugelassen. Es ist die erste Vereinbarung in Deutschland, die eine gemeinsame Kirchenbenutzung festlegt

1660
Erwähnung der ersten jüdischen Einwohner

1698
Bau eines neuen Rathauses in der Bachgasse

1748
Bau einer neuen Kirche (St. Laurentius) als Simultankirche mit den Reformierten nach den Plänen des Kirchenbaumeisters Valerius 

1762
Regierungsrat von Blesen baut das Hemsbacher Schloss 

1802
Nach Auflösung der Kurpfalz kommt Hemsbach nach Baden 

1804 
Balzenbach wird Hemsbacher Ortsteil

1832 
Beginn großer Auswanderungen nach Amerika

1837
Graf Waldner-Freundstein kauft den Schafhof und baut den Vierritterturm

1839 
Freiherr von Rothschild kauft das Hemsbacher Schloss

1845 
Bau der Synagoge

1846
Der erste regelmäßige Zugverkehr über Hemsbach wird eingerichtet

1849
Gefecht in Hemsbach zwischen badischen Revolutionstruppen und Freischaren mit großherzoglich-hessischen Truppen

1851
Altes Rathaus: Rathausbrand

1925
Die Gemeinde kauft das Schlossgebäude

1928
Nutzung des Schlossgebäudes als Rathaus 

1935
Auflösung des seit 1653 bestehenden Simultaneums

1936
Einweihung der evangelischen Christuskirche

1940 
Mit der Verschleppung der noch 19 ortsansässigen Juden in das französische Lager Gurs endet am 22. Oktober die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hemsbach

1945
Am 27. März besetzen amerikanische Truppen den Ort

1968 
Freigabe des Autobahnabschnitts der BAB 5 Darmstadt – Weinheim
Eröffnung des Hemsbacher Wiesensees

1970
Hemsbach überschreitet die Zahl von 10.000 Einwohnern

1972
Partnerschaftsvertrag mit der französischen Stadt Bray-sur-Seine

1979 
Mit Wirkung vom 01. November 1979 wird der Gemeinde Hemsbach die Bezeichnung Stadt verliehen

1983
Der Ortsteil Rennhof (Hüttenfeld) wird an die Stadt Lampertheim abgetreten

1986 
Partnerschaftsvertrag mit der englischen Stadt Wareham

1990
Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Mücheln (Geiseltal) in Sachsen-Anhalt

1993
Abschluss der Bestandsaufnahme, Dokumentation und Konservierung des Jüdischen Friedhofs

1999
Hemsbach startet den Prozess „Lokale Agenda 21“

2004
Feier des 25-jährigen Stadtjubiläums
Sanierung des Bahnhofs
Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hält die  Predigt beim Katholischen Pfingstgottesdienst auf dem Kreuzberg

2006
Eröffnung des neuen Polizeipostens und der Rathausaußenstelle in der Hildastraße 12

2007
Baubeginn der Kreisverbindungsstraße K 4229

2007-2009
Umfassende Sanierung des Rathauses bzw. ehemaligen Rotschildschlosses und Neugestaltung des Rathausumfelds

2008
Der Künstler Gunter Demnig beginnt mit dem Einlassen von insgesamt 22 "Stolpersteinen" im Straßenraum vor ehemaligen Wohnhäusern jüdischer Mitbürger

2013
Mit breiter Bürgerbeteiligung wird ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ erarbeitet

2016
Eröffnung des "alla hopp!"-Bürgerparks an der Hüttenfelder und Bray-sur-Seine-Straße