Trotz trübem Wetter leuchten die Blütenfarben

Geschrieben von Weinheimer Nachrichten am . Veröffentlicht in ISEK Presse & Berichte

ILEK: Vorgebirgs-Projektgruppe wandert mit vier Gruppen auf dem ersten freigeräumten Teil des Blütenwegs / Weitere Mitstreiter gesucht


Gut gerüstet für Wetterkapriolen: Bürgermeister Jürgen Kirchner (Mitte) begrüßte die Teilnehmer der Blütenwegswanderung. Bild: Gutschalk

Hemsbach. Die große Blütenwanderung zum Hemsbacher Wein- und Blütenfest war in diesem Jahr begleitet von allen Launen der Natur. Nachdem es zwei Tage geregnet hatten, fanden sich einige wenige Mutige zusammen, um gemeinsam den südlichen Abschnitt des neuen Blütenwegs zu bewandern und die Fortschritte der ILEK-Projektgruppe der Gemeinde Hemsbach zu begutachten.

Die Vorgebirgsgruppe hat in den vergangenen Monaten viele verwilderte Grundstücke entlang des neuen Blütenwegs vom Gestrüpp befreit oder die Besitzer der Grundstücke ermutigt, dies selbst zu tun. Über 60 Prozent der Grundstücke waren komplett verwildert. Durch die Arbeit der Projektgruppe kommt langsam die Kulturlandschaft des Vorgebirges wieder zum Vorschein.

Bürgermeister Jürgen Kirchner begrüßte die Wanderer am Rathaus. Der Bürgermeister lobte den Einsatz der 18 aktiven Bergstraßen-Verschönerer und betonte, dass er immer wieder von verschiedenster Stelle die Rückmeldung erhalte, dass die ILEK-Projektgruppe eine hervorragende Arbeit leiste. „Es freut mich, dass wir jetzt auch eine Projektgruppe haben, die sich um den Bereich rund um den Wiesensee kümmert und ich bin sicher, dass wir vielen Menschen damit eine Freude bereiten werden.“

Dann ging es los. Trotz kleiner Regen- und Hagelschauer wanderten vier Gruppen – geleitet von Hilde Dugimont, Herbert Schwöbel, Willi Pauli und Gerhard Röhner – die Weinberge entlang. Immer wieder stoppten die Gruppen an den 13 Informationstafeln, die für die Wanderung provisorisch befestigt worden waren. Die Tafeln wiesen auf die Besonderheiten des Hemsbacher Vorgebirges hin. Dazu zählten auch der Weinbau oder die Pflanzen- und Tierwelt rund um die Bergstraße. Trotz des trüben Wetters leuchteten die Farben der Blumen entlang der Weinbergmauern besonders schön. Das lag vor allem an der Arbeit, die die ILEK-Projektgruppe in den vergangenen Monaten geleistet hatte.

An vielen Stellen erklärten die Mitglieder der Projektgruppe, was alles schon verschönert worden war und wo noch etwas zu tun bleibt. „Bis vor ein paar Monaten war hier überall noch Gestrüpp; man hat die schöne Blumenwelt kaum sehen können. Nun ist es ein richtiger optischer Genuss, hier entlangzuwandern“, erklärte Gerhard Röhner. Nach der Hälfte der Strecke rasteten die Gruppen am neuen Pavillon am Berlingweg. Es wurden Getränke und kleine Snacks zur Stärkung gereicht. Dann ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Bei einem deftigen Mittagessen im Zelt des Wein- und Blütenfestes, wärmten sich die müden Wanderer auf und genossen ein reichhaltiges Mittagessen. „Das Ziel unserer Wanderung war es, mehr engagierte Mitglieder für unsere Projektgruppe zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn die Leute sehen, was wir machen und schon alles geschafft haben“, erläuterte Röhner. Er betonte, dass man als Unterstützer des Projekts nicht zwangsläufig die Grundstücke von Gestrüpp befreien müsse, denn man brauche auch Helfer, die neue Ideen entwickeln, Planungen übernehmen oder die Projektgruppe durch eine Spende unterstützen.

„Keiner verlangt, dass die Helfer sich jede Woche treffen, aber ein Mal im Monat sollte für Niemanden, dem die Region am Herzen liegt, ein Problem sein.“ Dass die Treffen Spaß machen, ist offensichtlich, denn die Mitglieder der Projektgruppe pflegen einen freundschaftlichen Umgang und scherzen miteinander. Röhner: „Jeder, der Freude an der Natur hat, ist bei uns willkommen. Mit Spaß können wir die Arbeit der nächsten Jahre mit links bewältigen.“ soe