Sehenswürdigkeiten in Hemsbach

Interessierte Bürger, Neubürger und Gäste erkunden unsere gemütliche Kleinstadt am besten zu Fuß, ausgehend vom Rathausplatz in der Schlossgasse/Hildastraße.

Im ehemaligen Rotschildschloss und gegenüber im Polizeigebäude ist heute die Stadtverwaltung untergebracht. Direkt daneben befindet sich das in den achtziger Jahren erbaute Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Hemsbach. In südöstlicher Richtung ist vom Rathausplatz aus der Turm der evangelischen Christuskirche zu erkennen, die Mitte der 1930er Jahre erbaut wurde.

Der Weg durch den alten Ortskern führt durch die Schlossgasse, im Volksmund „Kerwegass“ genannt, Richtung Osten. Auf der rechten Seite liegt der Ökonomiehof (heute Seniorenresidenz), der größte zusammenhängende Hof dieser Art in Baden-Württemberg, daneben das ehemalige Hotel-Restaurant Krone. Heute befinden sich dort moderne Eigentumswohnungen.

Malerische Winkel und liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser können im Gebiet um die Mittelgasse, dem ursprünglichsten Teil Hemsbachs, entdeckt werden. In der Mittelgasse befindet sich auch der Zugang zur Ehemaligen Synagoge. Diese wurde in den 1980er Jahren restauriert und dient heute als Gedenk- und Veranstaltungsstätte. Die Mittelgasse führt  direkt zur Rittergasse, wo sich eines der ältesten Gasthäuser Hemsbachs befindet, das Gasthaus "Zum Ritter".

In der Bachgasse steht das Alte Rathaus, ebenfalls in den 1980er Jahren restauriert, in dem heute Sitzungen des Gemeinderats und der Fraktionen sowie Vorträge, kleinere Ausstellungen und Trauungen stattfinden.

Schräg gegenüber befindet sich die St.-Laurentiuskirche, die 1751 erbaut und Deutschlands erste Simultankirche wurde, daneben das schöne malerische Pfarrhaus. Ein Blick auf das Anwesen Kirchgasse 1 zeigt Reste einer früheren Befestigungsmauer und einen noch vorhandenen Turm.

Auch in der Frankfurter Straße stehen alte, gut erhaltene Fachwerkhäuser und versteckt in zweierlei Anwesen auch die eigentliche ehemalige Zehntscheuer sowie das ursprüngliche Schulhaus.

In der Gartenstraße dominiert der 1899 erbaute imposante Backsteinbau der Goetheschule mit dem Lehrerwohnhaus.

Auf dem Weg zurück zum Rotschildschloss überqueren Sie wieder die Bachgasse, ebenfalls eine der historischen Straßen, in der sich unter anderem auch das alte Bahnhofsgebäude mit eingelassener Kanonenkugel aus dem 19. Jahrhundert befindet.

Schließlich treffen Sie dann auf das Ritterhaus der frühen Hemsbacher Wasserburg, in der Hildastraße, im Volksmund "Zehntscheuer" genannt.

Entfernen Sie sich vom alten Stadtkern Hemsbachs noch weiter in Richtung Osten, stoßen Sie auf den Mühlweg, der die einzige Verbindung zum Hemsbacher Stadtteil Balzenbach darstellt. Auf dem Weg dorthin an der Weggabelung rechts hinauf laufen Sie an einem großen Anwesen, dem Schafhof, vorbei zum Waldnerturm (Vierritterturm) aus dem 19. Jahrhundert.

Den Weg weiter hinab stoßen Sie auf das idyllisch gelegene Hotel-Restaurant Watzenhof und schließlich erreichen Sie Balzenbach mit seinen romantischen Fachwerk-Bauerhäusern, dessen Flächen hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt werden.

Vom Parkplatz des Vierritterturms aus („Schaumesklingel-Parkplatz“) geht auch ein für Kinder sehr amüsanter Weg in Richtung Kreuzberg und zur Förster-Braun-Hütte. Unterwegs treffen Sie auf einer Wegkreuzung auf das schon als 805 erwähnte "Stennen Ross", das im Volksmund "Steinerner Gaul" genannt wird. Wenig später gelangen Sie dann auf den Weg zum Kreuzberg. Wenn Sie der Markierung mit dem weißen Dreieck folgen, gelangen Sie kurzer Hand zu einer Wallfahrtsstätte. Dort ist die Kreuzigung Jesu auf Gedenktafeln dargestellt und es befinden sich Reste einer Kirche in der Mitte.

Auf dem Weg zurück stoßen Sie dann endlich auf die Förster-Braun-Hütte, die in den Sommermonaten für Grillfeste und ähnliche Festivitäten genutzt wird. Laufen Sie den Weg hinab zurück in Richtung Bergstraße, den Oberen Zeilbergweg und den Mühlweg entlang, kommen Sie am Judenfriedhof, der früher als Verbandfriedhof für jüdische Gemeinden diente, vorbei, bei den es sich durchaus lohnt eine Führung mit zu machen. Schon oberhalb des Friedhofs entspringt die Hemsbach (früher Hemmingisbach), die Namensgeberin Hemsbachs. Folgen Sie dem Bächlein, dass teilweise oberirdisch sichtbar und teils im Verborgenen fließt, weiter den Mühlweg hinab, sehen Sie es vorerst zum letzten Mal auf der linken Seite, dafür fröhlich plätschernd.

Weiter auf der Bergstraße in Richtung Norden stoßen Sie dann auf die "Brennessel", Hemsbachs kleines, romantisches Kino, das Mitte des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Biegen Sie in die Beethovenstraße ein und laufen dann durch den Länderweg in Richtung Rohrwiesenweg, können Sie das Hemsbacher Moor von einer von Terrasse bestaunen. Dieses Gebiet beherbergte früher eine Art Märchenpark, bis es zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Erst hier erscheint auch wieder die Hemsbach.

Von dort aus laufen Sie am besten durch den „Hexentunnel“ in Richtung Wiesensee, einer der bekanntesten Badeseen der Region. Wunderschöne Spazierwege führen um den See herum, vorbei an der Kleingartenanlage, der rasanten Kartbahn, Badmintonoase und Tennisanlage. Und nicht zu vergessen der 2016 eingeweihte "alla hopp!"-Bürgerpark, eine 19.000 Quadratmeter große Bewegungs- und Begegnungsanlage für alle Generationen.

Feldwege führen vom Wiesensee auch entlang der Landstraße Richtung Hüttenfeld, das bis in die 1980er Jahre zu Hemsbach gehörte. Bald treffen Sie auf die Weschnitzsiedlung, die aus mehreren Bauernhöfen, einem Gasthof und der Möglichkeit zu übernachten, besteht.

Hier endet der Stadtrundgang.

Viel Spaß beim Staunen und Entdecken wünscht die Stadtverwaltung Hemsbach.