BIP: BürgerschaftlichesIntegrationsProjekt

Am 16. Oktober 2014 informierte der Rhein-Neckar-Kreis die Stadt Hemsbach über die Anmietung eines ehemaligen Seniorenwohnheimes. Der Luisenhof wurde kurzfristig in eine Gemeinschaftsunterkunft für 80 Flüchtlinge umgebaut.
Bereits am 27. Oktober trafen sich im Rathaus Vertreterinnen und Vertreter sozialer Organisationen und Vereine, um eine Arbeitsgruppe zur ehrenamtlichen Betreuung der Flüchtlinge zu bilden.
Daraus entwickelte sich in wenigen Wochen das BürgerschaftlicheIntegrationsProjekt – kurz BIP – der Stadt Hemsbach. Bis heute haben sich ca. 100 Bürgerinnen und Bürger aus Weinheim, Laudenbach und Hemsbach im BIP zusammengetan, um sich aktiv  für die Integration von Flüchtlingen einzusetzen.

„Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.“

Dieser Grundsatz von Martin Luther King trieb die Ehrenamtlichen an den Start – um den Flüchtlingen in Hemsbach zu helfen, sich in unserem Kulturkreis möglichst bald zurechtzufinden.

 

BIP sucht weitere ehrenamtliche Begleiter

Was brauchen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten? Ein warmes Willkommen, das Gefühl von Sicherheit und Hilfe bei den ersten Schritten in unsere Gemeinschaft.
Das BürgerschaftlicheIntegrationsProjekt - kurz BIP - spricht Vereine, Gruppen, Familien und Einzelpersonen an und sucht weitere ehrenamtliche Begleiter.

Interessierte können Kontakt aufnehmen per Mail oder Telefon.

Direktkontakt zum BIP

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Telefon: (0160) 97 994 267

 

Was will das BiP leisten?

  • Hilfe zur Selbsthilfe für die Flüchtlinge
  • Bündelung, Ergänzung und Koordination der Zusammenarbeit von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Betreuern
  • Information der Öffentlichkeit, um Vorurteile abzubauen

Dies erfordert ein Engagement in den Bereichen

  • Ausbildung und Bildung (sowohl der Flüchtlinge als auch der Betreuer)
  • Soziales
  • Sport, Kultur und Freizeit
  • Dolmetscherdienste
  • Umgang mit Behörden und Banken
  • Vernetzung mit Interessenorganisationen von Flüchtlingen

Wie wird das im BIP geleistet?

  • Erstkontakt zu den Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft und in den Anschlussunterbringungen
  • Begleitung beim Einkauf und Erläuterung der Produkte
  • Wie kaufe ich ein – wie zahle ich – wie nutze ich einen Einkaufswagen?
  • Vermittlung von Tandempartnern – soweit dies gewünscht wird
  • Organisation des täglichen Lebens – Hilfe bei der Tagesplanung
  • Einweisung in die Benutzung von Haushaltsgeräten
  • Was ist wo – Hilfe bei der Erkundung der Stadt und der Umgebung
  • Vermittlung von Bekanntschaften zu Menschen gleicher Herkunft
  • Anregung bei der Einteilung der Wäsche- und Reinigungsdienste
  • Hilfe bei der Eingliederung der Kinder in Kindergärten, Tagesstätten und Schulen
  • Erweiterung von Angeboten der Sprachförderung für Kinder und Erwachsene
  • Betreuung bei den Hausaufgaben (Kinder und Erwachsene)
  • Vermittlung und Durchführung von Nachhilfe
  • Einrichtung von Partnerschaften und Bekanntschaften für Kinder und Schüler
  • Vermittlung von Sportangeboten
  • Vermittlung von Freizeitangeboten in Vereinen
  • Begleitung und Teilhabe an Veranstaltungen der Stadt und der Region
  • Organisation und Begleitung zu überregionalen kulturellen Begegnungen
  • Hilfe bei Krankheiten – Arztbesuche
  • Vermittlung von privaten Ausbildungs- und Arbeitsangeboten
  • Begleitung bei Behördengängen
  • Knüpfung von Kontakten und Informationsaustausch mit weiteren Arbeitskreisen umliegender Städte
  • Recherche von Arbeitshilfen für Flüchtlinge
  • Erfahrungsaustausch von ehrenamtlichen Helfern

Welche Beispiele kann das BIP nennen?

  • Regelmäßige Treffen im Gemeinschaftsraum des Luisenhofes
  • Organisation einer interkulturellen Weihnachtsfeier
  • Unterstützung bei der Einrichtung des Integrationsunterrichtes
  • Beurteilung des individuellen Bildungsgrades zur Vorbereitung eines angemessenen Bildungsangebotes
  • Eingliederung in Sportvereine (viele Flüchtlinge besitzen jetzt eine Spielerlizenz im Fußball)
  • Eingliederung in Vereine und Kirchen
  • Organisation eines Translation-Kurses
  • Begleitung und Forcierung von Kindergartenplätzen Regenbogenland, Kastanienkindergarten, St.-Laurentius-Kindergarten und Pater-Delp-Kindergarten
  • Begleitung und Forcierung der Einschulung in die Goetheschule und in die Schillerschule
  • Organisation und Durchführung eines Nachhilfekurses für Flüchtlinge
  • Organisation und Durchführung eines Schwimmkurses
  • Organisation und Durchführung einer Verkehrsfachschulung für Flüchtlinge in der Uhlandschule
  • Beteiligung am Hemsbacher Stadtlauf, Volksradfahren, Picknick am Schloss
  • Organisation und Durchführung eines Afrikavortrages „Flora und Fauna in Gambia“ von Abdouli Jallow
  • Besuch einer Fortbildung des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg
  • Aufstellung einer Kleiderbox in der Reichenberger Straße
  • Kontaktpflege zur Hans-Freudenberg-Schule und Heinrich-von-Metzendorff-Schule
  • Unterstützung des Bergsträßer Appells
  • Eintreten für ein Sprachlernangebot im öffentlichen Rundfunk

Kann ich mich im BIP engagieren? - Welche Eigenschaften muss ich mitbringen?

  • Bereitschaft, offen und vertrauensvoll mit den Flüchtlingen umzugehen, um die Menschen zu erreichen
  • Akzeptanz und Achtung der Privatsphäre des Flüchtlings
  • Offenheit für andere Werte einer fremden Kultur

Bilder

 

Termine

Gartenfest der Gartenfreunde

20. August 2017 10:00





 

Aktuelles

BürgerschaftlichesIntegrationsProjekt (BIP): Treffen/Sitzungen

Im BIP engagieren sich ehrenamtlich Menschen aus Hemsbach und Umgebung für die Integration von Flüchtlingen in unserer Stadt, die sich regelmäßig treffen. Die Sitzungen des BIP dienen dem Austausch und der Information dieser Ehrenamtlichen und der Neuentwicklung von Integrationskonzepten. Die Termine finden Sie jeweils aktuell im Veranstaltungskalender.

BIP-Filmprojekt am 22. Juli in der „Brennessel“: „Der schwarze Löwe“ – (nicht nur) Fußball verbindet

Hemsbach. Fred Gasser hat kein leichtes Leben. Er ist arbeitslos und im Nebenjob als Fußballtrainer des SV Heidfeld fehlen die Erfolgserlebnisse. Der Sponsor des unterklassigen Vereins macht nach einer Rekordniederlage Druck. Ein Bekannter vermittelt Fred die drei afrikanischen Asylwerber Lionel, Benjamin und Sam als Soforthilfe. Fred zeigt sich wenig zugeneigt...

MdL Kleinböck (SPD) lud BIP und Flüchtlinge nach Stuttgart ein: „Landtag is like a Football Match”

„Landtag is like a Football Match” – ein Vergleich, der nicht in jeder Hinsicht stimmen mag, aber von der Besucherbetreuerin sehr anschaulich gewählt war. Und zu dem sich jeder so seine Gedanken machen kann und auch machte, wie die Diskussionen im Bus während der Rückfahrt zeigten: Auf Einladung von Gerhard Kleinböck, dem Landtagsabgeordneten der SPD für den Wahlkreis Weinheim...

BIP organisierte Verkehrsschulung für Flüchtlinge: Licht im „Schilderwald“ deutscher Verkehrsregeln

Verbotsregelungen, Gebotsschilder… die Vielfalt der Verkehrsbeschilderung ist in Deutschland groß und bereitet deshalb oft Kopfzerbrechen über die richtige Verhaltensweise. Besonders schwierig ist die richtige Deutung der Regeln auch für die Flüchtlinge, welche neu bei uns ankommen. Das sahen auch die Ehrenamtlichen des BürgerschfatlichenIntegrationsProjektes (BIP) in Hemsbach...