Wahlscheinantrag zur Bundestagswahl 2017 für Hemsbach

Wahlscheinantrag zur Bundestagswahl 2017

Stadt Hemsbach sucht dringend Wohnraum für Flüchtlinge

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die Stadt Hemsbach sucht dringend Gebäude oder Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen, die bereits anerkannt sind oder länger als zwei Jahre in Hemsbach leben. „Wir haben großen Bedarf“, erklärt Ordnungsamtsleiter Thomas Pohl. „Und natürlich möchten wir Flüchtlinge, die dauerhaft in unserer Stadt leben werden, bei der Anmietung einer eigenen Wohnung unterstützen“, ergänzt Beate Adler, Flüchtlingsbetreuerin im Rathaus.

Eine eigene und dauerhafte Wohnung ist für Flüchtlinge der erste Schritt, auf eigenen Füßen zu stehen. Deshalb benötigen Kommunen Wohnungen, um den Menschen dabei zu helfen, sich eine Perspektive aufzubauen. Jedes Angebot – ob Häuser, Zimmer oder Wohnungen für Familien, Einzelpersonen oder Wohngemeinschaften, möbliert oder unmöbliert – ist daher sehr willkommen.

Zwei Varianten möglich

Zwei Möglichkeiten sind denkbar: zunächst eine Anmietung des Wohnraums durch die Stadt Hemsbach. Diese Variante kommt in Frage für anerkannte sowie sich im Verfahren befindliche Asylbewerber, die seit mindestens zwei Jahren hier in einer Gemeinschaftsunterkunft leben. Der Wohnungseigentümer muss hierfür verschiedene Zustimmungen einholen. Weitere Auskünfte zur Variante „Anmietung durch die Stadt“ erteilt das Liegenschaftsamt der Stadt Hemsbach, Frau Angela Walther, Tel. (06201) 707-52, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Die andere Möglichkeit ist die, dass die Stadt Hemsbach vermittelnd tätig wird. Dies kommt allerdings ausschließlich für anerkannte Asylbewerber in Betracht. Die Wohnungseigentümer benennen die Wohnungsgröße und den Ort des Wohnungsangebotes, die Stadt prüft, ob eine „passende Wohnungsanfrage“ vorliegt und vermittelt das Angebot weiter. Weitere Auskünfte zu dieser Variante erteilt das Ordnungsamt der Stadt Hemsbach, Herr Thomas Pohl, Tel. (06201) 707-90 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht nur eine Aufgabe der Verwaltung, sondern eine gesamtgesellschaftliche, und darüber hinaus eine humanitäre Verpflichtung“, sagt Bürgermeister Jürgen Kirchner. Beate Adler kann dem nur zustimmen: „Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, brauchen das Gefühl, willkommen zu sein. Sie müssen mit einer anderen Kultur, Sprache und Regeln zurechtkommen. Wenn sie die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen dürfen, haben sie die ersten Schritte zur Integration schon gemacht. Ehrenamtliche und Flüchtlingsbetreuer kennen sie und helfen bei Schwierigkeiten. Sie stehen potentiellen Vermietern auch als Ansprechpartner zur Verfügung.“