Frühjahrsprogramm in der Kulturbühne Max: Revoluzzer, Lügner, Träumer und ein Hexenschuss

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Mit mehreren ausverkauften Veranstaltungen ist die Kulturbühne Max furios in ihr zehntes Jubiläumsjahr gestartet. Das kann gerne so weitergehen, und mit Blick auf die nächsten Vorstellungen bis zur Sommerpause lässt sich dies auch fast erwarten: Kabarett, Comedy und Musik hat das städtische Kulturprogramm bis Mitte Mai im Angebot.

Am 19. März geht es weiter mit einem „alten Bekannten“ – der diesmal allerdings nicht musikalisch, sondern kabarettistisch unterwegs ist: Konrad Beikircher präsentiert mit „Bin völlig meiner Meinung“ den erfrischenden Blick eines Best Agers aufs Heute. Dass dabei auch große Geheimnisse gelüftet werden, wie zum Beispiel, wie viel Mann liegen eigentlich im Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom und wer ist das und was hat Japan mit Jesus zu tun, ist selbstverständlich.

Einen gelesenen Erklärungsversuch, warum Männer schlechte Lügner sind und Frauen daran Schuld haben, unternimmt am 23. April Tim Boltz mit seinem Programm „Rüden haben kurze Beine“ (geben’s aber ungerne zu). Der Literatur-Comedian schlüpft dabei stimmlich und schauspielerisch in die skurrilsten Charaktere und spricht schonungslos das aus, was wir alle kennen und doch nie zugeben wollen.

„Sex, Drugs und Hexenschuss“ – eine kabarettistische Lebensberatung gibt am 7. Mai Helene Mierscheid. Hinter dieser Figur versteckt sich die Berliner Autorin und Kabarettistin Barbara Friedl-Stocks. Die Gewinnerin des Reinheimer Satirelöwen 2015, die ihre Jugendjahre im Odenwald verbrachte, beleuchtet in ihrem Programm das „hässliche Jahrzehnt“ der 80er Jahre und auch das aktuelle politische Geschehen.

Von Traumreisen sollte man tatsächlich lieber nur träumen, denn nur so ist der stille Ozean wirklich still, man bekommt immer eine Liege auf dem Sonnendeck, man tritt am Strand auf keinen Seeigel und wird beim Stadtbummel nicht ausgeraubt. Wie lustig ist eine Seefahrt denn nun wirklich? Der Klavierkabarettist Armin Fischer weiß es – und wird von der „Lust auf Meer“ am Sonntag, den 14. Mai, ganz sicher eine Menge zu erzählen haben.

Musik

Selbstverständlich vervollständigen wieder anspruchsvolle Saitenklänge das städtische Kulturprogramm. Die beiden exquisiten Gitarristen und Lokalmatadoren Claus Boesser-Ferrari und Adax Dörsam haben sich Franz Léhars Operette „Das Land des Lächelns“ als musikalische Vorlage für ein gemeinsames Projekt ausgesucht, das sie am Sonntag, 9. April, in der Kulturbühne Max vorstellen. Eine spannende Sache, wurde doch die Operette eigentlich für ein ganzes Orchester geschaffen.

Einer der jüngsten Triebe der kreativen Madrider Musikszene ist das Duo „Zaruk“, bestehend aus der Cellistin Iris Azquinezer und dem seit über zehn Jahren in Spanien lebenden deutschen Gitarristen Rainer Seiferth. Zaruk widmet sich ganz der Musik der sephardischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden und sich in verschiedenen Regionen des Mittelmeerraumes ansiedelten. Zu sehen und zu hören ist das Duo im Rahmen seiner Europatournee am Donnerstag, 27. April, auch in Hemsbach, und zwar in der Ehemaligen Synagoge in der Mittelgasse.

Info: Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr). Für sämtliche Veranstaltungen gibt es noch Karten im Vorverkauf im Bürgerbüro der Stadt Hemsbach, Schlossgasse 41; bei Schreibwaren Bäurle-Utech, Hemsbach, Bachgasse 66 (nur gegen Barzahlung), und im Kartenshop der Diesbach Medien, Weinheim, Friedrichstraße 24. Infos und Ticket-Hotline: Tel. 06201/707-68, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Herbst-/Winterprogramm startet übrigens am 17. September mit der Band „Waiting for Frank“ und wartet wie gewohnt mit vielen herausragenden Künstlern und „Hochkarätern“ auf. So auch am Jubiläumswochenende mit Martin Zingsheim, Café del Mundo und Hagen Rether. Karten für die Veranstaltungen im zweiten Halbjahr gibt es ab Mai.